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27.12.2012

19:30 Uhr

Fiskalklippe

Unsicherheit lähmt die USA

Die Arbeits- und Immobilienmärkte senden positive Signale, aber angesichts des politischen Streits über die Fiskalklippe überwiegen in Amerika die Unsicherheiten. Die Firmen stellen nur wenig ein, die Konsumlust fällt.

Zurück im Dienst: US-Präsident Obama hat seinen Winterurlaub abgebrochen. dapd

Zurück im Dienst: US-Präsident Obama hat seinen Winterurlaub abgebrochen.

New YorkDie Fiskalklippe ist wieder Chefsache: Wegen des Haushaltsstreits mit den Republikanern hat US-Präsident Barack Obama seine Weihnachtsurlaub abgebrochen. Nach nur wenige Tagen, die Obama mit seiner Familie auf Hawaii verbracht hatte, ist der US-Präsident zurück im Weißen Haus. Für Erholung ist keine Zeit: Sollten Obamas Demokraten und die Republikaner bis zum Jahresende keine Einigung im Haushaltsstreit erzielen, treten automatisch Kürzungen nach dem Rasenmäherprinzip und Steuererhöhungen für fast alle Haushalte in Kraft.

Die Politiker treten im Kampf um einen Kompromiss über die drohenden automatischen Etatkürzungen und Steuererhöhungen auf der Stelle, Amerikas Wirtschaft reagiert verunsichert. Zwar beantragten in der vergangenen Woche weniger Amerikaner als erwartet Arbeitslosenhilfe. Auch der Häusermarkt zieht an. Doch die Neueinstellungen bleiben schwach, der Konsum ist gedämpft.

Die Anträge auf Arbeitslosenhilfe fielen in der Woche zum 22. Dezember um 12.000 auf 350.000, geht aus den Daten des Arbeitsministeriums hervor. Ökonomen hatten mit 360.000 gerechnet.

Die Zahl der Anträge signalisiert, dass die Unternehmen genügend Nachfrage sehen, um den Personalbestand zu halten. Das ist eine notwendige Entwicklung, bevor die Einstellungen wieder anziehen. Um die Nachfrage anzuschieben und damit ein rascheres Stellenwachstum zu ermöglichen, erklärte die US-Notenbank in diesem Monat, sie wolle an der akkommodierenden Geldpolitik festhalten.

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2013 droht die Zahlungsunfähigkeit, zugleich belasten Etatkürzungen die Konjunktur.

“Die eine Hälfte der Gleichung hat sich gebessert und zwar das Bild bei den Entlassungen”, sagte Omair Sharif, US-Ökonom bei RBS Securities Inc. in Stamford, Connecticut, vor Veröffentlichung der Daten. “Aber die Unternehmen zögern noch stark, jetzt wieder einzustellen.”

Zudem trübte sich die Konsumstimmung im Dezember deutlich stärker als erwartet ein. Das Verbrauchervertrauen fiel um 6,4 Punkte auf 65,1 Zähler, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Bankvolkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 70,0 Punkten gerechnet. Zudem wurde der Vormonatswert von zunächst 73,7 Punkten auf 71,5 Punkte nach unten revidiert.

Die Zahl der verkauften Eigenheime in den USA stieg im November so stark wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Sie nahm um 4,4 Prozent auf eine Jahresrate von 377.000 zu, teilte das Handelsministerium mit. Auch die Preise gingen deutlich nach oben: Der Preis kletterte im Schnitt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 14,9 Prozent auf 246.200 Dollar.

Kommentare (7)

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WolfThom

27.12.2012, 17:28 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Der_Arier

27.12.2012, 18:12 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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27.12.2012, 18:34 Uhr

fiscal cliff - not gonna happen.
Dabei würden ja auch Verteidigungskürzungen und Steuern für die Reichen durchgesetzt. Das wäre zu schade.

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