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01.09.2014

10:20 Uhr

Folge der Ukraine-Krise

Deutsche Industrie verliert an Schwung

„Die Warnlampen blinken“: Ukraine-krise und Russland-Sanktionen sorgen bei der deutschen Industrie für ein Auftragsminus. Die Situation nimmt Rekordausmaße an: Das Wachstumsbarometer fiel auf einen 11-Monatstiefststand.

Strommasten bei Pulheim: Die deutsche Wirtschaft wird in den kommenden Monaten nur schleppend wachsen. dpa

Strommasten bei Pulheim: Die deutsche Wirtschaft wird in den kommenden Monaten nur schleppend wachsen.

BerlinDie deutsche Industrie verliert auch wegen der Ukraine-Krise spürbar an Fahrt. Produktion und Aufträge stiegen im August so langsam wie seit über einem Jahr nicht mehr, wie am Montag aus einer Markit-Umfrage unter 500 Betrieben hervorgeht. Auch die Exportnachfrage büßte an Schwung ein, was einige Firmen mit den Sanktionen gegen Russland begründeten. Wegen trüberer Aussichten bauten die Firmen den dritten Monat in Folge Stellen ab und reduzierten ihre Bestellmengen. „Im deutschen Industriesektor blinken derzeit die Warnlampen“, sagte Markit-Experte Oliver Kolodseike.

Der Markit-Einkaufsmanagerindex fiel um einen auf 51,4 Punkte. Das Barometer blieb zwar über der Wachstumsschwelle von 50 Zählern, fiel aber auf den tiefsten Stand seit elf Monaten. „Die Umfragedaten legen nahe, dass die Wachstumsdynamik im Industriesektor immer weiter schwindet“, betonte Kolodseike. Sollte der Trend auch in den kommenden Monaten anhalten, könnte dies die Erholung „ernsthaft gefährden“.

Von

rtr

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