Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.03.2012

09:46 Uhr

Forschungsinstitut

IAB korrigiert Arbeitsmarkt-Prognose

Mehr Zuwanderung und die Beschäftigung Älterer sorgen nach Einschätzung des Forschungsinstituts dafür, dass mehr Menschen auf den Arbeitsmarkt drängen. Dennoch erwartet das IAB einen Rückgang der Arbeitslosenzahl.

Ein Arbeiter schleift in Pritzwalk ein Zahnrad nach. dapd

Ein Arbeiter schleift in Pritzwalk ein Zahnrad nach.

BerlinDer Rückgang der Arbeitslosigkeit in Deutschland wird sich nach Einschätzung der Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA) in diesem Jahr fortsetzen, aber an Schwung verlieren. Das Nürnberger Forschungsinstitut IAB rechnet für das laufende Jahr mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahl um 130.000 auf 2,84 Millionen im Jahresdurchschnitt.

Die Denkfabrik der BA verbesserte damit am Donnerstag ihren eher warnenden Ausblick vom September vorigen Jahres. Damals sprach das IAB von „schweren Zeiten“ für den Arbeitsmarkt und sagte eine geringere Abnahme der Arbeitslosenzahl auf 2,92 Millionen voraus.

„Der Arbeitsmarkt bleibt robust, kann den steilen Aufwärtstrend aber nicht fortsetzen“, schreiben die Forscher. Die Erwerbstätigkeit werde mit einer Zunahme um voraussichtlich 450.000 auf 41,55 Millionen den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreichen. Davon profitiert auch die Sozialversicherung. Arbeitslosen-, Renten- und Krankenversicherung können auf volle Kassen hoffen: Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung steigt nach der Prognose um 510.000 auf 28,94 Millionen im Jahresdurchschnitt. Im Verlauf des vierten Quartals 2012 werde hier voraussichtlich erstmals seit 1992 die Marke von 29 Millionen überschritten.

Zu der positiveren Einschätzung gelangt das IAB, obwohl es mit einer größeren Zahl von Menschen rechnet, die auf den Arbeitsmarkt drängen könnten. Für das laufende Jahr erwartet es eine Zunahme der Zahl der möglichen Erwerbspersonen um 40.000 statt wie noch im September eine Abnahme in gleicher Höhe. Die Zunahme erklären die Forscher mit höherer Zuwanderung und höherer Beschäftigung von Älteren. Beides zusammen sei höher als der demografiebedingte Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials, das die Forscher nun mit 44,95 Millionen veranschlagen. Es erreiche damit „fast ein Allzeithoch“. Für das laufende Jahr rechnet das IAB unterm Strich mit etwa 200.000 Zuwanderern.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

22.03.2012, 12:00 Uhr

Fachkräftelüge wohl doch entlarft? Nachdem das DIW schon keinen Fachkräftemangel sah!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×