Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

06.10.2012

02:41 Uhr

Früherer GE-Chef

Welch wirft Obama Fälschung von Arbeitslosenzahlen vor

Die Zahl der Arbeitslosen in den USA ist im September mit 7,8 Prozent auf den tiefsten Stand seit fast vier Jahren gefallen. Wahlkämpfer Barack Obama freut das. Der frühere General-Electrics-Chef sieht das anders.

Der frühere General Electric-Chef Jack Welch. Reuters

Der frühere General Electric-Chef Jack Welch.

WashingtonNach Veröffentlichung überraschend positiver Arbeitslosenzahlen in den USA hat der frühere General-Electrics-Chef Jack Welch Präsident Barack Obama Fälschung vorgeworfen. "Unglaubliche Jobzahlen... diese Chicago-Jungs sind zu allem bereit... können nicht diskutieren, daher ändern sie die Zahlen", schrieb der Ex-Konzernchef am Freitag auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Angesichts der Lage der Wirtschaft würden die Zahlen "nicht richtig riechen", sagte Welch später dem Fernsehsender Fox News.

Tiefster Stand seit 2009: Sinkende Arbeitslosenrate gibt Obama Rückenwind

Tiefster Stand seit 2009

Obama profitiert von Arbeitslosenzahlen

Die Zahl der US-Erwerbslosen ist im September unerwartet auf 7,8 Prozent gefallen.

Rechte Politiker und Kommentatoren schlossen sich den Vorwürfen an. So schrieb die Radiomoderatorin Laura Ingraham, die Zahlen seien reine Propaganda für Obama. Das Weiße Haus verwahrte sich gegen die Vorwürfe, die ein Sprecher als "reinen Unsinn" bezeichnete. In den Medien gab es auch Spott für Welch unter Anspielung auf Vorwürfe, er habe während seiner Zeit bei GE die Umsatzzahlen manipuliert. Der frühere Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Austan Goolsbee, schrieb: "Ich liebe dich Jack, aber hier hast du deinen Verstand verloren."

Etappen im Duell Obama/Romney

2. November

Letztmalig vor dem Urnengang werden Arbeitslosenzahlen veröffentlicht

6. November

Präsidentschaftswahl

20. Januar 2013

Vereidigung des Präsidenten

Laut den aktuellen Zahlen ist die Arbeitslosenrate von 8,1 Prozent im August auf 7,8 Prozent gefallen. Für Obama, der versprochen hatte, die Arbeitslosigkeit zum Ende seiner vierjährigen Amtszeit unter die Marke von acht Prozent zu senken, ist dies ein wichtiger Erfolg.

Die Nachricht war umso willkommener für den Präsidenten und sein Wahlkampfteam, als da er sich bei dem ersten Fernsehduell gegen seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney am Mittwochabend eher schwach geschlagen hatte.

Unterdessen wurde bekannt, dass Mitt Romney laut Umfragen in der Wählergunst aufholt. Seit seinem guten Auftritt in der TV-Debatte gegen Barack Obama legte er in zwei wichtigen Swing States leicht zu, ergab eine Studie des Rasmussen-Instituts am Freitag.

Demnach führt Romney in Florida gegenüber Obama mit 49 zu 47 Prozent, in Virginia mit 49 zu 48 Prozent. Allerdings wurden bei der Umfrage lediglich rund 500 wahrscheinliche Wähler telefonisch befragt, die Aussage der Umfrage gilt daher als begrenzt. Auch ein anderes Institut sieht den Herausforderer Romney im Aufwind.

Kommentare (10)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Inflate_Or_Die

06.10.2012, 02:17 Uhr

GRUNDSÄTZLICH ist es so, dass ÜBERALL (nicht nur in Amerika) die Zahlen zur Inflationsentwicklung und zur Arbeitslosigkeit die aus politischen Gründen am stärksten manipulierten Daten sind.
Natürlich benutzen die "Wissenden" unter uns - was die USA betrifft - nicht die offziellen Angaben zur Inflation und Arbeitslosigkeit, sondern die Shadowstats-Daten von John Wiliams:
http://www.shadowstats.com/
Wären diese Daten aber die "offiziellen", dann wäre in den USA Revolution (oder auch nicht).
Von mir aus kann Obama die Daten allerdings bis November weiter manipulieren. Er wird zwar Amerika genauso in den Staatsbankrott führen wie Romney - allerdings gebe ich ihm aus einem anderen Grund den Vorzug. Ich möchte nämlich weitere Fotos mit zwei guten Freunden wie dieses...
http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-07/romney-israel-netanjahu
... zukünftig lieber nicht mehr sehen.
Obama kann mit seinem Drohnenkrieg weiter zahlreiche Menschen töten lassen, aber ich habe keine Lust darauf, dass unverantwortliche "Falken" das Pulverfass im Nahen- / Mittleren Osten komplett zu einer verheerenden Explosion bringen.

Account gelöscht!

06.10.2012, 05:08 Uhr

" Arbeitslosenrate von 8,1 Prozent im August auf 7,8 Prozent gefallen. Für Obama, der versprochen hatte, die Arbeitslosigkeit zum Ende seiner vierjährigen Amtszeit unter die Marke von acht Prozent zu senken, ist dies ein wichtiger Erfolg. "

Dazu wird offensichtlich noch der Film ueber die Hinrichtung von Bin Laden 2 Tage vor der Wahl ausgestrahlt...

Also ich denke, Obama zeigt sein wahres Gesicht.

Schaarschmidt

06.10.2012, 05:43 Uhr

Dafür steigt die Zahl der Menschen,die sich im US-Staatsdienst tummeln monatlich an.Mittlerweile ist fast jeder vierte Vollzeitarbeitsplatz in irgendeiner Form durch den Staat subventioniert.FBI,CIA,Heimatschutz,das gigantische US-Millitär und und und... .Das sind schon griechische Dimensionen!
Das demzufolge trotz Niegrigzinsen die Staatsausgaben explodieren zeigt die US-Staatsverschuldung.Nur durch die Politik der US-Ratingagenturen die (fast) immer noch ein Tripple A attestieren (genau wie vorher beim US-Immobilienschrott) ,ist es der US-Regierung möglich, ihren verbrieften Schrott,genannt US-Staatsanleihen ,über die ganze Welt zu verkaufen,Geld zu drucken und sich so zu refinanzieren.Dabei macht man genau das nicht,was man jetzt von Europa verlangt,nämlich endlich zu sparen !

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×