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18.04.2013

11:38 Uhr

Frühjahrsgutachten

Deutscher Aufschwung kommt 2014

Führende Ökonomen haben die Wachstumsprognose für das laufende Jahr gesenkt – doch die gute Nachricht überwiegt: 2014 erwarten die Experten für Deutschland einen starken Aufschwung, wenn die Euro-Krise nicht eskaliert.

Wachstumsprognose

Der Aufschwung kommt 2014?

Wachstumsprognose: Der Aufschwung kommt 2014?

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BerlinDie führenden Forschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr leicht nach unten korrigiert. Zugleich sagen die Ökonomen in ihrem Frühjahrsgutachten aber einen kräftigen Aufschwung im nächsten Jahr voraus. Gingen sie im Herbst noch von einem Plus von 1,0 Prozent für 2013 aus, rechnen sie nun mit einem Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,8 Prozent. Das ist aber immer noch doppelt so viel wie die Bundesregierung.

Voraussetzung für die Erholung der Wirtschaft sei die weitere Eindämmung der Schuldenkrise im Euro-Raum. Dem deutschen Arbeitsmarkt kann das bisher nichts anhaben. Die Zahl der Arbeitslosen dürfte weiter zurückgehen und im Jahresdurchschnitt bei 2,9 Millionen in 2013 und bei 2,7 Millionen im nächsten Jahr liegen.

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Die wirtschaftliche Belebung der Euro-Zone lässt aber nach Einschätzung der Institute noch auf sich warten. „Das ungünstige Bild der Konjunktur im Euroraum außerhalb Deutschlands wird bis Mitte des Jahres 2013 voraussichtlich nur wenig freundlicher“, heißt es in dem Gutachten.

Darin ist unterstellt, dass die Eurokrise nicht eskaliert, selbst wenn ein weiteres kleines Land europäische Hilfen in Anspruch nehmen sollte. Die Institute rechnen mit einer Stabilisierung der Lage im Laufe des Jahres, veranschlagen für 2013 insgesamt dennoch ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung von 0,4 Prozent.

Die größten Schuldenmacher in der Euro-Zone

Irland

Das höchste Defizit in der Euro-Zone hat Irland. Es beträgt 8,3 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Griechenland

Rund 7,3 Prozent beträgt das Haushaltsdefizit Griechenlands für 2012.

Spanien

Der Krisenstaat auf der Iberischen Halbinsel kommt auf ein Haushaltsdefizit von 6,9 Prozent.

Slowakei

Platz vier unter den größten Schuldensündern belegt mit einem Defizit von 4,8 Prozent die Slowakei.

Portugal

Knapp hinter der Slowakei reiht sich Portugal ein: Hier schlägt 2012 ein Defizit von 4,7 Prozent des Bruttosozialprodukts zu Buche.

Frankreich

Mit Hilfe von Steuererhöhungen und Einsparungen will Frankreich sein Haushaltsdefizit im nächsten Jahr eindämmen. Dieses Jahr beträgt es noch 4,5 Prozent.

Niederlande

Rund 20 Milliarden Euro müssten die Niederlande sparen, um ihr Defizit unter drei Prozent zu drücken. Derzeit liegt es bei 4,4 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Slowenien

Auch Slowenien ringt mit steigender Verschuldung und schrumpfendem Wirtschaftswachstum. Das Haushaltsdefizit liegt 2012 bei 4,3 Prozent.

Zypern

„Sparen, kürzen, streichen“: So lautet auch das Motto in Zypern. Das Haushaltsdefizit liegt 2012 bei 3,4 Prozent des Bruttosozialprodukts.

Mit Frankreich wird demnach auch die zweitgrößte Volkswirtschaft des Währungsraums in die Rezession abrutschen: Die Institute sagen dem Land ein Minus von 0,1 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt voraus. Auch wenn sie für das kommende Jahr einen Zuwachs von 0,8 Prozent vorhersagen, bleibt Frankreich damit hinter dem prognostizierten Wachstum in der Eurozone von 0,9 Prozent zurück.

„Dies liegt auch daran, dass Frankreich aufgrund der niedrigen Wettbewerbsfähigkeit seiner Unternehmen in vergleichsweise geringem Maße von der Expansion des Welthandels profitiert“, heißt es in dem Gutachten. Obwohl die Regierung bereits einige Reformen angeschoben habe, lasse die wirtschaftliche Entwicklung „kaum eine deutliche Reduzierung der Arbeitslosigkeit und der öffentlichen Verschuldung erwarten“. Die Schuldentragfähigkeit werde von den Anlegern jedoch nicht in Frage gestellt.

Von

dpa

Kommentare (21)

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Account gelöscht!

18.04.2013, 11:45 Uhr

"doch die gute Nachricht überwiegt: 2014 erwarten die Experten für Deutschland einen starken Aufschwung, wenn die Euro-Krise nicht eskaliert."

1.) LOOOOOOL
2.) noch mal LOOOOOOL
3.) Die Eurokrise wird eskalieren, das ist so sicher wie da Amen in der Kirche!
4.) Sind das die selben Experten die uns einreden dass seit dem Euro nichts teurer ist und wir alle profitieren? dass die Inflation so niedrig wie nie ist? Dass wir Rekordbeschäftigung haben?

Na dann gute Nacht mal. Diese Endsiegparolen machen dem Namen wirklich alle Ehre und erinnern tatsächlich an absurde düstere Zeiten.

Account gelöscht!

18.04.2013, 11:46 Uhr

der Aufschwung kommt!
A.Merkel bleibt bis 2017!
und die Eurokrise ist jetzt durch Schäuble endgültig
gelöst!

LuegenLuegenLuegen

18.04.2013, 11:53 Uhr

Ökonomen werden wohl für`s Lügen bezahlt.
Weil - so dumm kann man gar nicht sein !

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