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16.09.2014

11:00 Uhr

Für ganz Europa

Italien will Minibonds attraktiv machen

Italienische Firmen erhalten bereits mit Minibonds Geld am Kapitalmarkt, nun will Italiens Wirtschafts- und Finanzminister Padoan Minibonds für ganz Europa. Sie sollen vor allem kleineren Unternehmen zugute kommen.

Minibonds sollen am europäischen Kapitalmarkt als Finanzierungsinstrument für kleinere Firmen etabliert werden. dpa

Minibonds sollen am europäischen Kapitalmarkt als Finanzierungsinstrument für kleinere Firmen etabliert werden.

BerlinItaliens Wirtschafts- und Finanzminister Pier Carlo Padoan plädiert dafür, am europäischen Kapitalmarkt Minibonds als Finanzierungsinstrument auch für kleine Firmen zu etablieren. Das italienische Beispiel zeige, das damit ein neues Unternehmenssegment Zugang zu den Finanzmärkten bekomme und damit Investitionen angeschoben werden könnten, sagte der Minister dem „Handelsblatt“ vom Dienstag. An der Politik liege es, den Minibonds mit finanziellen Anreizen auf die Sprünge zu helfen und damit für Anleger interessanter zu machen. Diese Bemühungen müssten auch auf europäischer Ebene laufen.

„Wir bräuchten einen europäischen Finanzmarkt für Minibonds“, forderte der Minister. Dann könnten Unternehmen aus einem Land in einem anderen Land solche Anleihen begeben. Als Anreize, mit denen die Politik solche Wege fördern könnte, nannte Padoan Staatsgarantien oder auch steuerliche Vorteile. Generell gelte es, mehr privates Kapital für Investitionen zu mobilisieren und Ersparnisse stärker in Investitionen zu lenken.

Konjunkturaussichten für die Euro-Länder

Spanien

Spanien könnte 2014 wieder um ein Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit soll jedoch mit 25,7 Prozent hoch bleiben. Das Haushaltsdefizit wird auf 5,8 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt.

Frankreich

Frankreichs Wachstum dürfte 2014 mit 1,0 Prozent unter dem Durchschnitt der Euro-Zone bleiben. Die Arbeitslosigkeit soll auf elf Prozent steigen.

Griechenland

Die griechische Wirtschaft soll 2014 erstmals seit sechs Jahren wieder um 0,6 Prozent wachsen. Trotz der erwarteten Besserung dürfte die Arbeitslosigkeit mit 26 Prozent vergleichsweise hoch bleiben. Bei der Verschuldung werden 177 Prozent der Wirtschaftsleistung erwartet.

Italien

Italiens Wirtschaft soll 2014 um 0,6 Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit dürfte hingegen auf einen Rekord von 12,6 Prozent klettern. Der Schuldenstand bleibt hartnäckig hoch: 2015 soll er mit 132,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts leicht unter dem diesjährigen Niveau liegen.

Zypern

Um 4,8 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt einbrechen. Die Arbeitslosigkeit dürfte auf den Rekordwert von 19,2 Prozent steigen.

Portugal

Für Portugal erwartet die EU-Kommission 2014 ein Wachstum von 0,8 Prozent. 2015 soll die Arbeitslosenquote mit 16,5 Prozent einen Tick unter den diesjährigen Wert fallen. Der Schuldenstand dürfte nach dem Rekordwert von 129,4 Prozent im vorigen Jahr bis 2015 wieder auf 125,8 Prozent zurückgehen.

Irland

Irlands Wirtschaft dürfte 2014 mit 1,8 Prozent deutlich stärker wachsen als der gesamte Währungsraum. Bis 2015 soll die Arbeitslosenquote auf 11,2 Prozent fallen, nachdem sie 2013 noch bei 13,1 Prozent lag. Das Defizit soll 2015 auf 4,3 Prozent sinken.

Quelle

EU-Kommission

Von

rtr

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