Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

02.07.2014

13:02 Uhr

Für Wachstum

OECD fürchtet um Beitrag der Entwicklungsländer

Entwicklungsländer tragen einen wichtigen Teil zur Weltkonjunktur bei. Nach Jahren des Wachstums fürchtet die OECD nun um den Anteil aus diesen Ländern. Denn dort habe eine Verlangsamung der Wachstumsraten eingesetzt.

OECD-Generalsekretär Jose Angel Gurria hält eine Rede in Paris. Die OECD fürchtet um den Anteil der Entwicklungsländer für die Weltkonjunktur. dpa

OECD-Generalsekretär Jose Angel Gurria hält eine Rede in Paris. Die OECD fürchtet um den Anteil der Entwicklungsländer für die Weltkonjunktur.

ParisDie OECD befürchtet eine geringere Schubkraft für das weltweite Wirtschaftswachstum durch die Entwicklungsländer. „Nach einer langen Periode beeindruckender Fortschritte hat in einigen Volkswirtschaften der mittleren Einkommensgruppe eine Verlangsamung der Wachstumsraten eingesetzt“, heißt es in einer am Mittwoch in Paris von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vorgelegten Studie. Dieser Prozess stelle auch die Verlagerung von Wohlstand in diese Länder infrage. Die globalen Auswirkungen für das Wachstum würden durch die Konjunkturabschwächung in China noch verschärft.

Zur Verstetigung von Produktivität und Wachstum empfiehlt die OECD den aufstrebenden Nationen, sich in Sektoren mit höherer Wertschöpfung breiter aufzustellen. Mit Hilfe von globalem Wissen sollten inländische Kapazitäten entwickelt werden. Gleichzeitig ruft die OECD zu notwendigen Reformen der Produkt-, Arbeits- oder Finanzmärkte auf. Wettbewerbsfähige Dienstleistungssektoren sollten gefördert werden.

Die OECD-Experten messen für die Entwicklung in Ländern, die sich von unteren Einkommensstufen weg bewegten, dem Produktivitätswachstum entscheidende Bedeutung bei. Dabei werde der Kostenfaktor Arbeit in Bereiche mit höherer Produktivität verlagert. Für Länder wie Indien oder Indonesien sieht die OECD hier einen wichtigen Punkt für die konjunkturelle Entwicklung. In Brasilien, Mexiko oder der Türkei fiel das Produktivitätswachstum laut Studie in den vergangenen Jahren nicht stark genug aus, „um den enormen Produktivitätsrückstand gegenüber den fortgeschrittenen Ländern deutlich zu verringern“.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

China habe hingegen „ein beeindruckendes Produktivitätswachstum“ geliefert. Dort sei etwa die Arbeitsproduktivität um rund zehn Prozent jährlich gestiegen. Auch Indien habe eine deutlichen Anstieg der Produktivität verzeichnet, der Abstand zu fortgeschrittenen Volkswirtschaften sei aber „nach wie vor erheblich“.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×