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15.04.2011

18:51 Uhr

G20-Gipfel

Deutsches Wachstum mit Inflationssorgen

VonSven Afhüppe

Deutliches Wachstum auf der einen Seite, Sorge vor einem kräftigen Preisschub auf der anderen – Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hat in Washington seine Wachstumsperspektive für Deutschland skizziert.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Gespräch mit seiner französischen Amtskollegin Christine Lagarde. Quelle: dpa

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Gespräch mit seiner französischen Amtskollegin Christine Lagarde.

WashingtonBundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Bundesbankpräsident Axel Weber erwarten für Deutschland auch in diesem Jahr einen kräftigen Aufschwung. Am Rande des Treffens der wichtigsten Wirtschaftnationen (G20) in Washington wurde deutlich, dass sich beide jedoch wegen steigender Energiekosten um einen kräftigen Preisschub in Deutschland sorgen.

Wie der Internationale Währungsfonds (IWF) bezeichnet Finanzminister Schäuble die Wachstumsperspektive in Deutschland als „ausgesprochen positiv“. Schäuble begründete seine Einschätzung mit der starken privaten Nachfrage. Die Entwicklung in Deutschland zeige, dass „eine wachstumsfreundliche Konsolidierung möglich ist“. Die Bundesregierung sei bei der Sanierung der Staatsfinanzen auf einem guten Weg.

Bundesbankpräsident Weber rechnet damit, dass die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal um bis zu einen Prozent zugelegt hat. Im aktuellen Aufschwung dominiere die „binnenwirtschaftliche Komponente“. Bisher hatte die Bundesbank eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 Prozent erwartet. „Die deutsche Wirtschaftsentwicklung steht mittlerweile in einer Phase, die wir als Ökonomen weitgehend als selbsttragenden Aufschwung bezeichnen würden“, sagte Weber in Washington.

Wegen des kräftigen Wachstums zu Beginn des Jahres erwartet die Bundesbank für 2011 ein Plus von etwa 2,5 Prozent. Durch den guten Jahresstart sei diese Prognose „nach unten abgesichert“. Den Jahresauftakt können man „durchaus als fulminant bezeichnen“, sagte Weber.

Nach Informationen des Handelsblatts hält die Bundesbank nach internen Schätzungen sogar ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent für möglich. Insgesamt könne von einem „weitgehend selbsttragenden Aufschwung“ gesprochen werden, sagte Weber.

Kommentare (4)

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Propaganda

15.04.2011, 19:49 Uhr

Diese dümmliche Propaganda ist schier unerträglich - genauso wie "unsere" VolksverTRETER.....

Verfassungswidrig.NoBailout

15.04.2011, 21:02 Uhr

Nur wir deutschen Arbeits-Idioten stehen noch morgens auf und sitzen um 6 Uhr müde und gedrängt in der S-Bahn.

Sollen wir wirklich darauf stolz sein, Aufschwung zu haben wenn nur noch in Deutschland gearbeitet wird und EU-HARTZ4 verteilt wird ? Oder sind wir die letzten Deppen. Die gesamte EU-Wertschöpfung konzentriert sich auf Deutschland, wir werden ausgequetscht und die EU-Peitsche kreist über unseren Köpfen.

Wie kriege ich Deutschland am Schnellsten kaputt ? Genau so, wie es gerade gemacht wird.

- Kompetenzen an das bürokratische Brüssel abgeben, damit hat das Volk in D garnichts mehr zu sagen

- Bürger-Geld verbrennen mit Inflation, damit verringern sich auch die Staats-Schulden, super

- Migranten in die Sozialsysteme laufen lassen, damit wird das Heimatgefühl der Deutschen zerstört und sie haben garkeine Lust mehr auf Nachwuchs

- Staats-Milliarden abzweigen in die EU-Nachbar-Staaten

- GEZ-Sender ausstatten mit nervtötendem linkem Erziehungs-Fernsehen, Kochserien und "Kessel Buntes"

- vor den Wahlen Versprechen und gleich danach Brechen

- jeden Tag den Deutschen erzählen, dass sie alternativlos vergreisen und aussterben

- die fleissige Mittelschicht auspressen, belügen und ignorienen. Die sind auch von alleine fleissig.

Demokratie steht auf dem Kopf, Deutschland wird "gestaltet" von oben, wie es den Designern (wie Herrn Schäuble) gefällt.

Buerge-r

15.04.2011, 21:52 Uhr

Schäuble soll zurücktreten! Das ist der letzte Dienst, den er Deutschland und Europa erweisen kann. Er begreift nichts. Nicht die Finanzmärkte, nicht die Eurokrise nicht die Gefahren, die er mit seiner naiven europäischen Gutmenschlichkeit heraufbeschwört.

Sicher ist Deutschlands natürliches Interesse als Land im Herzen Europas die europäische Integration. Aber so planlos, beratungsresistent und nicht in der Lage die schwerwiegenden Fehler und Schieflagen zu benennen, die zu Finanz- und Eurokrise geführt haben, geschweige denn die Konsequenzen zu ziehen, zerschlägt er auch das letzte Porzellan, das er glaubt zu bewahren.

Sollte ich Finanzminister werden, hier mein Sofortprogramm:

1. Eigenkapital der Banken muss bis 2015 15% und bis 2020 20% betragen und Anhebung der Mindestreserve so schnell wie möglich von 2 auf 20% mit Ziel 50% -> Geldschöpfung der privaten Banken und deren Machtstellung außerhalb jeder demokratischer Kontrolle zerstören und sie geordnet vom "Masters of the Universe" zu ihrem Existenzzweck als Diender der Realwirtschaft zurückzuerden

2. Keine Kredite an insolvente Euro-Länder, die aufgrund eigenen Verschuldens den Anschluss verloren haben, dafür Unterstützung für Austritt aus EWU

3. Entschädigung von Kleinsparern bei Bankrott von Banken

4. Einführung einer Vermögenssteuer

5. Kapitalverkehrskontrollen bis zur Stabilisierung der Lage und finden eines neuen marktwirtschaftlichen Gleichgewichtes

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