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14.01.2011

11:36 Uhr

Geldpolitik

China verschärft Anforderungen für Kreditvergabe

Die chinesische Notenbank zieht die geldpolitischen Zügel erneut an und entzieht den Banken zum siebten Mal in Folge Geld für die Kreditvergabe. Die Mindestreserveanforderungen würden am 20. Januar um 50 Basispunkte angehoben, teilte die Notenbank in Peking am Freitag mit.

Immobilien-Bau im Business District von Peking dpa

Immobilien-Bau im Business District von Peking

HB PEKING. Notenbankberater hatten im Vorfeld bereits eine straffere Geldpolitik in Aussicht gestellt und das mit der steigenden Inflation begründet. Im November legten die Lebenshaltungskosten mit 5,1 Prozent so stark zu wie seit 28 Monaten nicht mehr. Ein Berater der chinesischen Notenbank stellte zudem weitere Zinserhöhungen in Aussicht.

Es bestehe Raum in diesem Jahr, den Zins zu erhöhen, sagte Xia Bin, Berater der Zentralbank am Freitag. Grund sei, dass die realen Zinsen - bereinigt um die Preissteigerung - immer noch negativ seien. "Wenn die Teuerung in China in diesem Jahr bei vier Prozent liegt, passt ein Leitzins von zwei bis drei Prozent nicht in die chinesische Wirtschaftspolitik", sagte er.

Die chinesische Notenbank hat im Kampf gegen Preissteigerungen und Anlageblasen bereits zweimal die Zinsen erhöht. Die Mindestreserveanforderungen wurden sogar sechsmal nach oben geschraubt. Die stark steigenden Kosten für Nahrungsmittel belasten vor allem Hunderte Millionen bettelarme Chinesen. Die Regierung fürchtet deswegen soziale Unruhen. Um das zu verhindern, hat sie unter anderem Preiskontrollen angeordnet.

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