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07.10.2013

19:31 Uhr

Geldpolitik

IWF warnt vor Turbulenzen

Die „unkonventionelle Geldpolitik“ habe der Weltwirtschaft auf die Beine geholfen, so der IWF. Jetzt umzusteuern, könne zu Turbulenzen führen. Selbst gutes Management beim Ausstieg verhindere nicht die Nebenwirkungen.

Geldpolitik: Der IWF rief die Zentralbanken dazu auf, den Märkten mit einer guten Kommunikation weitreichende Klarheit über ihre Pläne für den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik zu liefern. dpa

Geldpolitik: Der IWF rief die Zentralbanken dazu auf, den Märkten mit einer guten Kommunikation weitreichende Klarheit über ihre Pläne für den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik zu liefern.

Washington/ BerlinDer IWF hat eine positive Bilanz der „unkonventionellen Geldpolitik“ wichtiger Notenbanken gezogen, aber trotzdem vor Marktturbulenzen beim Ausstieg aus diesen Maßnahmen gewarnt. „Die unkonventionelle Politik der Zentralbanken in einigen entwickelten Volkswirtschaften hat der Weltwirtschaft gut getan“, schrieb der Internationale Währungsfonds (IWF) in einem Positionspapier am Montag.

Beim Rückzug seien aber Turbulenzen auf den Finanzmärkten kaum zu vermeiden. Selbst wenn der Ausstieg noch so gut organisiert werde, sollte man sich darauf einstellen, dass es Auswirkungen auf die Kapitalbewegungen, auf die Devisenkurse, die Kreditkosten und andere Teil-Märkte geben werde.

Nach IWF-Einschätzung haben von den unkonventionellen geldpolitischen Schritten wie den massiven Zinssenkungen in Richtung Null-Linie, außergewöhnlichen Liquiditätsspritzen für die Banken und Anleihen-Aufkäufen die Industrie- wie auch die Schwellen- und Entwicklungsländer profitiert. Diese Politik habe der Weltwirtschaft nach der Finanzkrise 2008 wieder auf die Beine geholfen.

Der Ausstieg aus dieser Politik berge aber Risiken, auch wenn die Zentralbanken über Instrumente verfügten, übermäßige Marktbewegungen zu begrenzen, warnte der IWF. „Manche Marktreaktionen entziehen sich der Kontrolle der Zentralbanken, und so kann der Ausstieg zeitweise holprig ausfallen.“ Dieser Prozess werde an den Märkten „normale Anpassungsprozesse“ auslösen, aber auch Schwankungen darüber hinaus. Deswegen sei eine enge internationale Abstimmung erforderlich.

Der IWF rief die Zentralbanken dazu auf, den Märkten mit einer guten Kommunikation weitreichende Klarheit über ihre Pläne für den Ausstieg aus der ultra-lockeren Geldpolitik zu liefern. Dazu könnten auch Orientierungslinien („forward guidance“) gehören.

Als Beispiel verwies der IWF auf Ankündigungen der US-Notenbank Fed und der Bank of England, sich an bestimmten wirtschaftlichen Entwicklungen zu orientieren, wie etwa Arbeitslosenraten. Ökonomische Daten und Entwicklungen sollten jedenfalls die Kriterien sein, die über das Wenn und Wie des Startschusses für einen Rückzug entschieden, hieß es weiter.

Von

rtr

Kommentare (3)

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Rechner

07.10.2013, 20:33 Uhr

O-Ton IWF
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Beim Rückzug seien aber Turbulenzen auf den Finanzmärkten kaum zu vermeiden. Selbst wenn der Ausstieg noch so gut organisiert werde, sollte man sich darauf einstellen, dass es Auswirkungen auf die Kapitalbewegungen, auf die Devisenkurse, die Kreditkosten und andere Teil-Märkte geben werde.
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Ja und?

Selbstverständlich hätte eine Beendigung des Quantitative Easing Konsequenzen.

Und das soll es schließlich auch haben.

Der IWF entlarvt sich wieder einmal schamlos als ein Sprachrohr der Schuldenkönige Frankreich und USA, die ihn personell dominieren.

...

Da die Eurozone im Gegensatz zu USA und Großbritannien Leistungsbilanzüberschüsse erwirtschaftet, und da die Staatsverschuldung und vor allem die Haushaltsdefizite in der Eurozone geringer ausfallen, kann die EZB einfach gemütlich zusehen wie das Vertrauen in der Wirtschaft zunimmt und LTRO und SMP (automatisch durch Fälligkeiten) von selbst zurückgehen.

Zwei Drittel der LTRO-Kredite sind inzwischen zurückgezahlt worden, von den ursprünglich 219,5 Milliarden an Staatsanleihen die im Rahmen des SMP angekauft wurden sind noch 188 Milliarden auf den Büchern der Notenbanken des ESZB.

Während die FED immer noch 85 Milliarden pro Monat einlädt, und die Bank of England jedenfalls Ihren Bestand an Staatsanleihen und sonstigen Papieren nicht abbaut.

...

Ein IWF das von seiner ursprünglichen stabilitätsspolitischen Ausrichtung so stark abgewichen ist ergibt keinen Sinn.

Deutschland sollte sich aus der Finanzierung dieses Schuldenmachervereins zurückziehen.

Hier lauern aufgrund der mangelhaften Kontrolle wesentlich größere Gefahren als im ESM.

Account gelöscht!

07.10.2013, 22:14 Uhr

ENDGAME! Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen....

r-tiroch@t-online.de

08.10.2013, 16:08 Uhr

wann wollen uns die Arschlöcher die selber nie Steuern zahlen mal Beichten, dass der Finanzgau da ist?

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