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07.07.2015

13:41 Uhr

Gemeinschaftsprognose der Wirtschaftsinstitute

Euro-Zone gewinnt trotz Hellas-Drama an Schwung

Die Krise in Griechenland bedroht den Aufschwung in der Euro-Zone derzeit kaum. Führende Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten Zuwachsraten von 0,5 Prozent pro Quartal – falls nicht doch Unvorhergesehenes passiert.

Besonders der private Konsum ist nach Meinung der Wirtschaftsforscher für den Aufschwung verantwortlich. dpa

Wachstumsmotor Kaufkraft

Besonders der private Konsum ist nach Meinung der Wirtschaftsforscher für den Aufschwung verantwortlich.

BerlinUngeachtet der Griechenland-Krise sagen internationale Institute der Euro-Zone einen leichten Aufschwung voraus. Im gerade begonnenen dritten und im folgenden vierten Quartal werde das Bruttoinlandsprodukt um jeweils 0,5 Prozent zulegen, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Gemeinschaftsprognose von Ifo-Institut (München), Insee (Paris) und Istat (Rom). In den beiden ersten Quartalen habe das Plus bei jeweils 0,4 Prozent gelegen.

„Der private Konsum bleibt die Stütze des Aufschwungs“, erklärten die Experten. „Die Arbeitslosenrate dürfte langsam zurückgehen.“ Dies stärke die Kaufkraft, was zusammen mit der zunehmenden Beschäftigung den privaten Konsum ankurbeln dürfte. Allerdings steht die Prognose unter dem Vorbehalt, dass die Griechenland-Krise nicht weiter eskaliert und die Stabilität der Währungsunion gefährdet.

Für 2015 erwarten die Institute ein Wirtschaftswachstum von 1,4 Prozent. 2014 hatte es nur zu 0,9 Prozent gereicht.

Fünf Gründe für Deutschlands Aufschwung

Starker Konsum

Weil Sparen sich wegen der Mini-Zinsen nicht lohnt, tragen die Verbraucher ihr Geld in die Geschäfte oder reisen viel. Löhne und Gehälter steigen zudem weiter kräftig.

Billiges Öl

Der Rückgang der Rohölpreise um nahezu die Hälfte seit dem Sommer 2014 entlastet Unternehmen und Verbraucher. Dies wirkt wie ein kostenloses Konjunkturprogramm.

Schwacher Euro

Die Exporteure jubeln, weil der im Verhältnis zum US-Dollar extrem schwache Euro Ausfuhren außerhalb des Euroraums günstiger macht.

Boom in den USA

Die US-Wirtschaft brummt – und die Amerikaner schätzen Waren „made in Germany“, gerade Luxusautos und Maschinen.

Job-Motor

Auf dem Arbeitsmarkt jagt ein Beschäftigungsrekord den nächsten. Bald dürften über 43 Millionen Deutsche erwerbstätig sein – das gibt Sicherheit und stützt den Aufschwung.

Von

rtr

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