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23.12.2014

13:03 Uhr

Geschäftsklima

Mittelständler gehen mit mehr Zuversicht ins neue Jahr

Unter Deutschlands Mittelständlern macht sich Optimismus breit. Für das kommende Jahr 2015 sind die Erwartungen laut Mittelstandsbarometer der KfW-Banken gestiegen.

Das Geschäftsklima im Mittelstand ist im Dezember zum zweiten Mal in Folge gestiegen. Reuters

Das Geschäftsklima im Mittelstand ist im Dezember zum zweiten Mal in Folge gestiegen.

FrankfurtDeutschlands Mittelständler sehen wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Das Geschäftsklima im Mittelstand sei im Dezember zum zweiten Mal in Folge gestiegen, nachdem es sich von April bis Oktober im Sinkflug befunden hatte, teilte die KfW-Bankengruppe bei der Vorlage des KfW-Ifo-Mittelstandsbarometers am Dienstag in Frankfurt mit.

Während die Betriebe ihre aktuelle Lage etwas besser einschätzen als im Vormonat, sind ihre Erwartungen deutlich gestiegen. Damit zeigen die Firmen, dass sie mit Blick auf das erste Halbjahr 2015 vermehrt mit einer Erholung rechnen, erklärte die KfW: „Die Unternehmen senden damit ein Hoffnungssignal, dass die konjunkturelle Schwächephase im Verlauf von 2015 überwunden werden kann.“

Wo der Mittelstand sein Geld anlegt

Sichteinlagen / Laufende Konten

Immerhin 86 Prozent aller Mittelständler lassen ihr Geld auf dem eigenen Konto liegen. Allerdings ihr Anteil deutlich gesunken. Im Vorjahr waren es noch 97 Prozent.

Quelle: Studie zum Finanzanlageverhalten und Finanzanlagebedürfnis mittelständischer Unternehmen von der Fachhochschule des Mittelstands

Festgeld / Termineinlagen

Auch beim Festgeld sind heutzutage keine hohen Zinsen mehr zu erwarten. Entsprechend sinkt die Nachfrage. Nur noch 82 Prozent legen ihr Geld mit Festgeldkonten oder Termineinlagen an, im Vorjahr waren es 87 Prozent.

Rentenfonds

Diese Anlageform hat im vergangenen Jahr rasant an Beliebtheit gewonnen. Mit 42 Prozent investierte fast jeder Zweite Mittelständler in Rentenfonds, im Vorjahr waren es gerade einmal 17 Prozent.

Gemischte Fonds

Wenn das Risiko steigt, hilft oft nur eine Differenzierung des Portfolios. Gemischte Fonds sind für 31 Prozent eine geeignete Anlageform (Vorjahr: 10 Prozent).

Aktienfonds

Während die Zinsen stagnieren, erreichen einige Aktienindizes neue Rekordhöhen. Darum wagen sich nun auch die Mittelständler an die Beteiligungen - 23 Prozent investieren in derartige Anlagen.

Geldmarktfonds

Auch die Geldmarktfonds sind wieder etwas stärker gefragt als im Vorjahr. Hier investieren 18 Prozent aller befragten Mittelständler.

Währungsanlagen

Die stagnierenden Wechselkurse sorgen für Verunsicherung. Keine Anlageform hat darum beim Mittelstand mehr Vertrauen eingebüßt. Nur noch 10 Prozent legen hier ihr Geld an, im Vorjahr waren es noch 31 Prozent.

Immobilienfonds

Die Immobilienkrise hat ihre Spuren hinterlassen. Nicht umsonst fragte kein einziger Mittelständler im Vorjahr nach Immobilienfonds. Dieses Jahr sind es immerhin rund zehn Prozent. Beruhigt sich die Lage?

Nachhaltige Anlage

Die Nachhaltigkeit bleibt auch bei der Geldanlage ein Trend - und wird damit auch interessant für den Mittelstand. Nach 5 Prozent im Vorjahr investiert mittlerweile jeder Zehnte Mittelständler in nachhaltige Geldanlageformen.

Alternative Anlagen

Gleiches gilt für die alternativen Anlagen, die vor allem in Niedrigzinsphasen an Attraktivität gewinnen. Sieben Prozent legen hier ihr Geld an, im Vorjahr waren es vier Prozent.

Garantiefonds

Auch die Garantiefonds sind zurück. Noch im Vorjahr hatte kein befragter Mittelständler in derartige Produkte investiert. Dieses Jahr sind es immerhin 7 Prozent.

Die gute Stimmung zum Jahreswechsel sei zweifelsohne positiv, sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner. Wie andere Konjunkturforscher erwarten auch die Experten der Förderbank, dass der Preisverfall bei Rohöl den Verbrauchern mehr Geld für andere Ausgaben lassen werde. Gleichzeitig werde der sinkende Eurokurs der Exportwirtschaft helfen, sagte Zeuner: „Dies dürfte im Verlauf von 2015 die Konjunktur anschieben.“

„Trotzdem sollte man auf dem Boden bleiben“, warnte der Volkswirt. Er sieht angesichts der ungünstigen Gemengelage von Russlandkrise, äußerst zäher Erholung in der Eurozone sowie nervösen Finanzmärkten ein erhebliches Enttäuschungs- und Verunsicherungspotenzial.

Die KfW bestätigte daher ihre Prognose, wonach die deutsche Wirtschaft 2015 wegen des voraussichtlich noch eher schwachen Winterhalbjahres nur um 1,0 Prozent wachsen wird nach knapp 1,5 Prozent im Jahr 2014.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

23.12.2014, 14:58 Uhr

Die Energiewende via marktfeindlichen EEG wird der deutschen Wirtschaft die nächsten Jahre das Genick brechen.
Eine wirtschaftliche und technisch stabile Stromversorgung ist mit dem EEG nicht zu haben. Und die Energiewende basiert auf diesen wirtschaftsvernichtenden EEG. Erst werden die Kraftwerke durch das EEG vernichtet, danach folgt die Grundstoffindustrie, danach die weiteren stromintensiven Industriebranchen. Ist erst einmal die Industrie weg, dann geht es dem Handwerk ans Leder und brechen da die Aufträge weg, dann geht es zwangsweise dem Dienstleistungssektor an den Kragen. Schritt für Schritt kommten wir mit der Energiewende/EEG von strombasierenden Industrie Wohlstandsland zu einen ideologisch Grün diktierten Mangel-Wohlstandsland. Mangel und Armut wird das Kennzeichen der neuen Öko-Sozialistischen Energiewende Welt einer beseelten Ethik-Merkel im schwarzen Gewand sein.

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