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14.04.2012

13:56 Uhr

Gewinnsteuer 2011

Bayern ist Hauptprofiteur des Konjunkturbooms

Mit der guten Ertragslage deutscher Unternehmen sind für die Länder auch die Einnahmen aus der Körperschaftsteuer gestiegen. Im vergangenen Jahr waren die Abgaben in Bayern am höchsten. NRW landete auf Platz 2.

Wenn die Konjunktur boomt, freut das auch den Fiskus. dpa

Wenn die Konjunktur boomt, freut das auch den Fiskus.

BerlinVon der guten Ertragslage deutscher Unternehmen im Zuge des Konjunkturbooms haben im vergangenen Jahr vor allem Bayern und Nordrhein-Westfalen profitiert. Dort kassierte der Fiskus mit Abstand die meisten Einnahmen aus der Körperschaftsteuer, die Aktiengesellschaften und GmbH auf Gewinne abführen müssen.

Nach einer am Wochenende bekanntgewordenen Statistik des Bundesfinanzministeriums nahm der Fiskus in Bayern 4,146 Milliarden Euro und damit mehr als ein Viertel des Körperschaftsteueraufkommens insgesamt ein. Auf Platz zwei lag mit 3,374 Milliarden Euro Nordrhein-Westfalen, wo auch ein Großteil der deutschen Dax-Konzerne residiert. Am Ende rangierte 2011 Mecklenburg-Vorpommern mit einem Körperschaftsteueraufkommen von lediglich 77 Millionen Euro.

Im Zeitraum seit dem Jahr 2000 ist Baden-Württemberg Spitzenreiter mit kumulierten Einnahmen von 33,556 Milliarden Euro vor NRW mit 32,595 Milliarden Euro und Bayern (31,138 Milliarden), wie aus der Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Barbara Höll weiter hervorgeht. Am Ende rangiert hier Sachsen-Anhalt mit nur 27 Millionen Euro. Hier schlägt auch zu Buche, dass der Fiskus dort über Jahre sogar ein Minus auswies.

Die Einnahmen fließen auch ein in den großen Umverteilungstopf, den umstrittenen Länderfinanzausgleich. Hier ist Bayern das mit Abstand größte Geberland. NRW gehört trotz des hohen Aufkommens aus der Körperschaftsteuer inzwischen sogar zu den Nehmerländern.

Im vergangenen Jahr nahm der Staat aus der Körperschaftsteuer 15,634 Milliarden Euro ein (2010: 12,4 Milliarden). Der Anteil am gesamten Steueraufkommen ist aber gering. 2010 betrug er gerade 2,3 Prozent. Im Jahr 2000, vor einer Systemumstellung und einem regelrechten Einbruch beim Aufkommen 2001, lag der Anteil noch bei 5,5 Prozent.

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