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20.12.2011

09:07 Uhr

GFK-Konsumklima

Der Konsum bleibt 2012 eine wichtige Stütze

Trotz Finanzkrise, Staatspleiten, unsichere Konjunkturaussichten - die Konsumpläne der Deutschen bleiben Konstant. Noch ist die Stimmung der Verbraucher ungetrübt. Aber es gibt erhebliche Risiken.

Hochbetrieb in einem deutschen Einkaufszentrum. Die deutschen Verbraucher lassen sich die Kauflaune nicht verderben. ZB

Hochbetrieb in einem deutschen Einkaufszentrum. Die deutschen Verbraucher lassen sich die Kauflaune nicht verderben.

NürnbergDie Verbraucherstimmung in Deutschland bleibt trotz Euro-Dauerkrise und Rezessionsängsten konstant. Der private Konsum werde damit seiner Rolle als wichtige Stütze der hiesigen Wirtschaftskraft gerecht, kommentierte das Marktforschungsunternehmen GFK am Dienstag in Nürnberg. Zwar sei die Anschaffungsneigung zuletzt auf hohem Niveau spürbar zurückgegangen. Doch zum ersten Mal seit fünf Monaten stiegen die Konjunkturerwartungen der Verbraucher wieder. Dementsprechend nahm auch deren Einkommenserwartung zu. Der Konsumklimaindex für Januar liegt daher weiterhin bei 5,6 Punkten.

Der seit Monaten andauernde Abwärtstrend bei den Konjunkturerwartungen wurde im Dezember zumindest vorübergehend gestoppt; dank eines kräftigen Zuwachses erreicht der Indikator nun fast wieder den langjährigen Durchschnittswert. Die guten Rahmenbedingungen im Inland hätten sich zuletzt wieder stärker ins Bewusstsein der Bürger geschoben, schrieb die GfK zur Begründung. „Ob dieser Trend anhalten kann, bleibt jedoch abzuwarten.“ Denn wenn mehrere Staaten wegen der Euro-Krise stärker sparen müssten, träfe dies den für die deutsche Wirtschaft besonders wichtigen Export.

Doch zunächst legten auch die Einkommenserwartungen der rund 2000 Befragten aufgrund der gestiegenen Konjunktur-Zuversicht zu. Eine große Rolle spielt dabei der gute Arbeitsmarkt, der sich auch 2012 robust entwickeln dürfte. Die Kauflust der Deutschen hingegen erlitt nach den Zuwächsen des Vormonats auf hohem Niveau einen Dämpfer. Dennoch tendieren die Verbraucher laut GfK gerade vor dem Hintergrund der verschärften Finanzkrise weiterhin dazu, „eher werthaltige Anschaffungen zu tätigen als ihre finanziellen Mittel gegen historisch niedrige Zinsen auf die hohe Kante zu legen“.

Von

dpa

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

20.12.2011, 09:17 Uhr

Habe ich ehrlich gesagt erwartet. Ich gehe davon aus, dass dieses Jahr eins der besten Weihnachtsgeschäfte stattfindet.

Tagtäglich wird den Leuten erklärt, was alles zum Sparen nicht taugt:

- Sparanlagen der Banken: Schaffen nicht mal die Inflationsrate
- dt. Staatsanleihen: dito
- Lebensversicherungen: kommen wegen der Niedrigzinsphase ebenfalls in Schwierigkeiten
- Riester: siehe aktuelle Negativ-Berichterstattung
- Aktien: Dax z. B. seit Juli 1998 rd. 10% im Minus, und das bei 13 Jahren
- Gold: Fällt neuerdings auch
Immobilien: schränken ein, immer höhere Investitionen in die Instandhaltung, Energievorschriften, Dichtjeitsprüfung, u.s.w.

Was bleibt: Gönn Dir was, lebe heute und denke nicht an morgen!

Sueddeutscher

20.12.2011, 09:46 Uhr

@Kommissar: Stimmt. Ich kenne unheimlich viele Leute, die sich vor allem ein Auto kaufen. Wer weiß, wenn die Inflation anzieht. Jetzt bekommt man die Güter noch einigermaßen günstig. FROHE WEIHNACHTEN AN ALLE!!!

whisky

20.12.2011, 11:08 Uhr

Die GfK-Zahlen stimmen selten mit den tatsächlichen Einzelhandelsumsätzen überein.
Allerdings werden die tatsächlichen Zahlen nur selten in der Presse zum Thema gemacht.

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