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28.01.2015

11:20 Uhr

GfK-Konsumklima

Kauflaune der Deutschen steigt auf 13-Jahres-Hoch

Die Verbraucher sind in Kauflaune wie seit über 13 Jahren nicht mehr. Der GfK-Index für Februar steigt stärker als erwartet. Dafür sorgten vor allem der fallende Ölpreis und die Aussicht auf steigende Einkommen.

Der GfK-Konsumklimaindex für Februar ist auf 9,3 Punkte gestiegen. ap

Der GfK-Konsumklimaindex für Februar ist auf 9,3 Punkte gestiegen.

BerlinDie Verbraucher sind in Kauflaune wie seit über 13 Jahren nicht mehr. Der fallende Ölpreis und die Aussicht auf steigende Einkommen heben die Stimmung, wie die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Mittwoch mitteilte. Sie prognostiziert auf Basis ihrer Umfrage unter 2000 Verbrauchern einen Anstieg des Konsumklimas im Februar auf 9,3 Punkte, während Ökonomen nur 9,1 Zähler vorausgesagt hatten. Im Januar lag das Barometer noch bei 9,0 Zählern. „Weniger Ausgaben für Benzin und Heizöl stärken das verfügbare Einkommen und lassen den Konsumenten mehr Spielraum für Anschaffungen“, erläuterte GfK-Experte Rolf Bürkl.

Zudem halten die Verbraucher die niedrigen Energiepreise für einen wichtigen konjunkturellen Impuls. Sie sehen deshalb die Wirtschaft nach der Schwächephase im Herbst wieder im Aufwind, wie aus der Umfrage hervorgeht: Die Deutschen rechnen demnach auch für die kommenden Monate mit einer günstigen Konjunkturlage.

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„Dabei dürften die deutlich gefallenen Energiepreise eine wichtige Rolle spielen“, sagte Gfk-Fachmann Bürkl. Niedrige Energiepreise in Kombination mit dem schwächeren Euro wirkten „wie ein Konjunkturprogramm": Neben den Exporten dürften auch die Investitionen der Unternehmen anziehen.

Angesichts der guten Stimmung der Verbraucher darf auch der Handel auf höhere Umsätze hoffen: Die Neigung der Verbraucher, Möbel und andere kostspielige Güter zu kaufen, ist so stark wie seit acht Jahren nicht mehr. Dazu passt, dass die Bereitschaft, Geld auf die hohe Kante zu legen, im Januar so niedrig ausgeprägt war wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Ich hatte eigentlich gedacht, dass mit dem Dezember-Wert der endgültige Tiefpunkt erreicht ist. Es geht aber immer noch tiefer“, berichtete Bürkl.

Trotzdem warnt die GfK vor zu großem Optimismus: Es gebe nach wie vor gewisse Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung und damit auch für den Konsum, geben die Konsumforscher zu bedenken. Dazu zählten nach wie vor die internationalen Krisenherde, wie in der Ukraine und im Nahen Osten, die bislang noch weit von einer Lösung entfernt seien.

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