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23.04.2015

12:27 Uhr

GfK-Konsumklima

Verbraucher rechnen mit steigenden Einkommen

Die Einkommenserwartungen der Deutschen haben im April den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Das lässt auch den GfK-Index für das Konsumklima erneut steigen.

„Es bleibt real mehr in den Geldbeuteln“ dpa

„Es bleibt real mehr in den Geldbeuteln“

BerlinSteigende Einkommen beflügeln die Kauflaune in Deutschland. Sie ist derzeit so gut wie seit Oktober 2001 nicht mehr, wie die Nürnberger Marktforscher der GfK am Donnerstag zu ihrer Umfrage unter 2000 Verbrauchern mitteilten. Das Barometer für das GfK-Konsumklima im Mai stieg um 0,1 auf 10,1 Punkte. Für bessere Stimmung sorgt insbesondere die Hoffnung auf spürbare Lohnzuwächse: Das Barometer für die Einkommenserwartung stieg auf den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung. „Die Kauflust der Verbraucher sollte sich also auch im Sommer ungetrübt fortsetzen“, sagte BayernLB-Ökonom Stefan Kipar.

Dabei spiele die niedrige Inflation eine Schlüsselrolle, betonte GfK-Experte Rolf Bürkl: „Es bleibt real mehr in den Geldbeuteln.“ Dies erwarten auch die führenden Wirtschaftsforscher in ihrem Frühjahrsgutachten - insbesondere wegen des Ölpreisverfalls. Sinkende Kosten für Heizen und Tanken lassen den Deutschen in diesem Jahr demnach etwa acht Milliarden Euro mehr in den Portemonnaies.

Der gesunkene Ölpreis dämpft zugleich die Inflation: 2015 dürfte die Teuerungsrate bei nur 0,5 Prozent liegen. Dadurch zieht die Kaufkraft spürbar an, da der Lohnzuwachs deutlich über der Teuerungsrate liegen dürfte. Auch die Bundesbank spricht von einem außergewöhnlich guten Konsumklima, das noch einige Zeit anhalten dürfte.

Allerdings ließ die Neigung der Verbraucher nach, Autos, Möbel oder andere teure Güter zu kaufen. Dennoch sprechen die GfK-Forscher von einer weiter hohen Konsumneigung. Zugleich blicken die Verbraucher nicht mehr ganz so optimistisch auf die Konjunktur. Nach Ansicht Bürkls zeigt offenbar „das ständige Hin und Her um die Zukunft Griechenlands in Europa nun doch erste Wirkung bei den Konsumenten“.

Dem GfK-Fachmann zufolge stellen sich die Verbraucher seit einiger Zeit wieder auf steigende Preise ein. „Wir haben hier offenbar einen Wendepunkt erreicht“, sagte Bürkl zu Reuters TV. „Die Preise für Benzin und Energie generell sind ja zuletzt auch wieder etwas angestiegen.“ Zudem dürfte der niedrige Euro-Kurs Importgüter verteuern und somit etwas auf die Kauflaune drücken. Bankanalyst Kipar hingegen hält diesen Effekt für gering, „da der Großteil der Konsumgüter aus dem Inland beziehungsweise der Währungsunion in Euro bezogen wird“.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Peter Delli

23.04.2015, 09:22 Uhr

Verbraucher rechnen mit steigenden Einkommen

Rechnen vielleicht bekommen aber nie.

Herr Teito Klein

23.04.2015, 10:33 Uhr

2013 sind die Renten um satte 0,25% gestiegen
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Steuern und Abgaben dagegen nur um schlappe 5%.
Das rief natürlich eine Kaufeuphorie aus. Die Regale sind leer, die Einkaufstüten prall gefüllt.
Alle Rentner kaufen sich eine Villa in Tessin und eine Luxusjacht.
Sie gehen für drei Jahre auf "Kreuzfahrt".
Danke, ReGierung!

Deshalb musste die ReGierung auch die Rentenkasse plündern!
Aber ich muss jetzt stoppen. Ich muss noch schnell die Mülltonnen nach Pfandflaschen und Essensresten durchwühlen bevor die Müllabfuhr kommt.
Das ist Deutschland anno 2015!

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