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25.09.2013

08:52 Uhr

Gfk-Konsumklima

Verbraucher wieder in Kauflaune

Der Konsumklima-Index verzeichnet seinen Höchststand seit 2007: Deutsche sind in bester Kauflaune und planen größere Investitionen. Doch die Begeisterung wird gedämpft: Die Bürger befürchten deutlich steigende Preise.

Konsumklima

Die Deutschen sind in Konsumlaune

Konsumklima: Die Deutschen sind in Konsumlaune

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Die Stimmung der deutschen Verbraucher ist so gut wie seit sechs Jahren nicht mehr. Für Oktober sagen die GfK-Marktforscher einen Anstieg ihres Konsumbarometers um 0,1 auf 7,1 Punkte voraus, wie die Nürnberger Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) am Mittwoch mitteilte. Demnach setzen die Menschen auf eine anziehende Konjunktur und liebäugeln mit größeren Einkäufen. Allerdings plagen sie auch zunehmend Inflationssorgen. „Die Verbraucherstimmung zeigt im September sowohl Licht als auch Schatten“, betonte GfK-Fachmann Rolf Bürkl.

Das Ergebnis der Bundestagswahl, das eine Regierungsbildung von der siegreichen Union mit einem Koalitionspartner nötig macht, hat keinen Einfluss auf das Konsumbarometer: Die GfK-Umfrage unter 2000 Bürgern war vor der Wahl abgeschlossen. Die neue Regierung kann mit Rückenwind von der Konjunktur rechnen. Denn die Stimmung der heimischen Firmen stieg im September zum fünften Mal in Folge, wie das Ifo-Geschäftsklima signalisiert. „Auch die deutschen Konsumenten gehen davon aus, dass die Konjunktur in den kommenden Monaten an Fahrt gewinnen wird“, sagte Bürkl. Der GfK-Teilindex zu den Konjunkturerwartungen kletterte um fast neun auf 10,7 Punkte.

Ifo-Index steigt: Deutsche Wirtschaft im Stimmungshoch

Ifo-Index steigt

Deutsche Wirtschaft im Stimmungshoch

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft sind so gut wie seit eineinhalb Jahren nicht mehr: Im September kletterte der Ifo-Geschäftsklimaindex von 107,5 auf 107,7 Punkte. Analysten hatten jedoch mit mehr gerechnet.

Zudem betonten die Forscher dank der guten Lage am Arbeitsmarkt: „Die Kauflaune der Bundesbürger scheint ungebrochen zu sein.“ Das Barometer für die sogenannte Anschaffungsneigung stieg auf 45 Zähler und erreichte den höchsten Stand seit Dezember 2006. Damals waren die Deutschen äußerst spendabel, denn Anfang 2007 stieg die Mehrwertsteuer von 16 auf 19 Prozent.

Die Verbraucher zeigen sich aber skeptischer, was ihre eigene künftige Finanzlage angeht. Mit dem zweiten Rückgang dieser Einkommenserwartungen in Folge sei der Aufwärtstrend gestoppt, erklärte die GfK. Grund seien wohl die zuletzt deutlich teureren Nahrungsmittel. „Offenbar befürchten die Konsumenten mehr und mehr, dass diese Preisentwicklung ihre Kaufkraft beeinträchtigt“, mahnte Bürkl.

Unterm Strich gehen die Nürnberger Experten davon aus, dass die Verbraucher ihre Ausgaben in diesem Jahr um rund ein Prozent steigern. Damit dürfte der private Konsum zur entscheidenden Konjunkturstütze werden, sagte Bürkl. Denn das gesamte Wirtschaftswachstum liege nur bei weniger als einem halben Prozent.

Von

rtr

Kommentare (4)

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25.09.2013, 09:19 Uhr

ich finde diese Meldung immer lustig (die ist immer gleich), denn ich bin z. B. immer in "Kauflaune".
Aber nur mit Laune kann man halt nichts einkaufen.
O-Ton meiner Mutter "Backsteine nehmen die nicht".

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25.09.2013, 11:05 Uhr

Was sollen diejenigen, die noch über etwas verfügen, auch sonst machen ? Schließlich werden Ersparnisse entwertet und sparen lohnt zur Zeit definitiv nicht. Dank EZB-Zinssatz von 0,5 %.
Ergo: Weg mit der Kohle und noch in die private Erneuerung im Haushalt und Bekleidung stecken, bevor Preise und Inflationsrate steigen und die Entwertung noch höher wird.

Account gelöscht!

25.09.2013, 11:28 Uhr

Saison-, kalender- und preisbereinigt lagen die Einzelhandelsumsätze 2013 bis Juli nur um 1,6 % über dem Durchschnitt des Jahres 2010, und das trotz der ständigen Euphoriemeldungen der GfK.
Nächste Woche kommen die neuen Zahlen vom Statistischen Bundesamt und wir werden wieder sehen, dass Kauflaune und Kaufkraft zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Mehr kaufen geht nun mal nur mit mehr Realeinkommen oder weniger sparen.

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