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27.05.2015

08:03 Uhr

GfK-Marktforscher

Deutsche sind in bester Kauflaune

Das schwache Wachstum im ersten Quartal schlägt den deutschen Verbrauchern nicht auf die Stimmung: Im Mai legte die Konsumlaune laut GfK-Studie erneut zu – und stieg damit auf das höchste Niveau seit Oktober 2001.

Im Kaufrausch: Die Deutschen liebäugeln auch wieder mit größeren Ausgaben. dapd

Kaufhaus

Im Kaufrausch: Die Deutschen liebäugeln auch wieder mit größeren Ausgaben.

BerlinDie Stimmung der deutschen Verbraucher ist derzeit so gut wie seit mehr als 13 Jahren nicht. Das Barometer für das Konsumklima im Juni kletterte überraschend um 0,1 auf 10,2 Punkte, wie die Nürnberger GfK-Marktforscher am Mittwoch mitteilten. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem leichten Rückgang auf 10,0 Zähler gerechnet. Die Verbraucher blicken optimistischer auf die Konjunktur und liebäugeln wieder stärker mit größeren Einkäufen etwa von Sofas und Mofas.

Ungetrübt ist auch der Konjunkturoptimismus der Verbraucher. Trotz des schwachen Wirtschaftswachstums im ersten Quartal rechnen viele Haushalte mit einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in diesem Jahr, stellten die Marktforscher bei ihrer monatlichen Befragung fest.

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Finanzexperten macht laut dem aktuellen ZEW-Index die deutsche Konjunktur Sorgen. Die Ursachen liegen vor allem in den Industriebranchen. Doch die Nachfrage nach Made-in-Germany könnte woanders wieder steigen.

„Die anhaltend gute Beschäftigungslage, gute Einkommenszuwächse sowie die niedrige Inflationsrate stützen die Konsumneigung nachhaltig“, sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Ihre künftigen Finanzen schätzten die Verbraucher weiter sehr gut ein. Der Teilindikator dazu ging allerdings etwas zurück, nachdem er im Vormonat den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung erreicht hatte. Bürkl sieht als Grund dafür, dass die Verbraucher wieder mit einem Anziehen der bisher geringen Inflation rechneten. „So sind beispielsweise seit Beginn des Jahres die Energiepreise wieder spürbar gestiegen.“ Dies gelte auch für Benzin, betonte Bürkl. Denn erfahrungsgemäß hänge die allgemeine Preiserwartung der Verbraucher stark davon ab, ob sich Tanken verbillige oder verteuere.

Der kräftige private Konsum ist derzeit die größte Stütze für die deutsche Wirtschaft, während der Außenhandel etwas bremst.

Kommentare (1)

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Herr Peter Noack

29.05.2015, 08:24 Uhr

"Deutsche sind in bester Kauflaune"

Trotzdem steigen die Umsätze im Einzelhandel real nur um 1 Prozent und nominal um 1,3 Prozent, einschließlich Inflation. Im gleichen Zeitraum sind die Tarifverdienste um 2,7 Prozent gestiegen. Was haben die Deutschen mit dem zusätzlichen Geld gemacht? Der Umsatz mit Lebensmitteln ging sogar um 0,8 Prozent zurück. Das wird die Lebensmittelindustrie doch sehr erfreuen, oder?

Wan folgen aus Kauflaune auch Käufe? Wer antwortet auf diese einfache Frage?

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