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03.02.2011

17:14 Uhr

GfK-Prognose

Deutschlands Verbraucher in Kauflaune

Im laufenden Jahr wird der private Konsum in Deutschland nach einer Prognose der GfK weiter steigen. Auf einmal sind ausgerechnet die sonst eher zurückhaltenden Deutschen die Optimisten in Europa.

Weinhandlung im KaDeWe: Laut GfK-Prognose steigt der private Konsum in Deutschland Reuters

Weinhandlung im KaDeWe: Laut GfK-Prognose steigt der private Konsum in Deutschland

HB NÜRNBERG. Die Kauflaune bei Deutschlands Verbrauchern steigt weiter. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) prognostiziert für dieses Jahr ein Plus von 1,5 Prozent beim privaten Konsum. Zum Vergleich: 2010 lag der Anstieg bei 0,5 Prozent. Zuletzt gab es vor zehn Jahren eine so hohe Steigerung. Die Freude am Konsum beflügle nicht nur den Aufschwung, sondern entwickle sich zu einer verlässlichen Stütze der Binnenkonjunktur, sagte GfK-Chef Klaus Wübbenhorst am Donnerstag in Nürnberg. Damit kopple sich Deutschland immer mehr vom Rest Europas ab: „Die Deutschen sind die Optimisten in Europa.“

Deutschland habe nach der Krise die beste Entwicklung im Vergleich zu den anderen großen europäischen Volkswirtschaften genommen, erläuterte Wübbenhorst. Vor allem vom Sommer 2010 an hätten die deutschen Verbraucher die Lage ihrer Wirtschaft deutlich positiver beurteilt als die übrigen Europäer.

Im vergangenen Jahr hätten sich die deutschen Verbraucher beim privaten Konsum nicht mehr zurückgehalten, betonte Wübbenhorst. „Deutschland hat die Wirtschafts- und Finanzkrise mit beeindruckender Dynamik hinter sich gelassen.“

Der Aufschwung sorgte für positive Nachrichten vom Arbeitsmarkt, die Unternehmen zogen ihre Lohnerhöhungen vor, zahlten teils auch Einzelaufschläge - „insgesamt war der Trend positiv“, bilanzierte Konsumexperte Rolf Bürkl. Selbst die Euro-Krise habe 2010 die deutschen Verbraucher nur „kurzfristig verunsichert“. Die Anschaffungsneigung des Verbrauchers sei weiterhin hoch: „Die Signale für den Konsum stehen auf grün.“

Kommentare (3)

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Margrit Steer

03.02.2011, 22:05 Uhr

Ach ja? Und wer hat das diesem komischen institut eingeflüstert?
Also ich war jetz in den letzten Tagen mehrmals nachmittags in der Stadt um einiges zu erledigen.
Meine Feststellung, obwohl ja gerade erst Monatsanfang ist und die Leute alle Geld bekommen haben, ist eine völlig andere.
im Kaufhof gähnende Leere, die haben abends nicht mal so viel Umsatz, dass die Stromrechnung bezahlt werden kann.
in den Straßen nichts los, die buchläden leer, die Kaffees leer. ich hätte mich alle 10 Minuten an einen anderen Tisch setzen können.
Also trotz großer Preisnachlässe sehe ich keine Käufer.
Selbst bei Aldi kaum was los
Und geade da ist am Monatsanfang immer Gedrängel.
Das ist wieder so ein Dummgeschwätz zur Manipulation der bürger.

Andreas Müller-Alwart

07.02.2011, 10:27 Uhr

Die Deutschen steigen wieder in Heerschaaren aus Aktien/Aktienfonds aus - sie trauen ihrer eigenen Wirtschaft nicht. Optimismus? Davon kann keine Rede sein. Es ist wohl eher ein diffuses Hamstergefühl, das die Deutschen konsumieren lässt. Ein Gefühl kurz vor einer bevorstehenden Geldentwertung. Ob der Konsum ausreicht, um die Staatspleite abzuwenden, ist mehr als fragwürdig. Das spüren die Mitbürger und deswegen kaufen sie, solange es noch geht. im Übrigen: Wo sollte der sicherheitsbewusste Deutsche denn sein renditehungriges Vermögen hintragen? Die Zinsen sind überall im Keller, die Risiken sind ihm fast überall zu hoch und in die eigene Wirtschaft investiert man in Deutschland scheinbar nicht..

Andreas Müller-Alwart

07.02.2011, 10:27 Uhr

Die Deutschen steigen wieder in Heerschaaren aus Aktien/Aktienfonds aus - sie trauen ihrer eigenen Wirtschaft nicht. Optimismus? Davon kann keine Rede sein. Es ist wohl eher ein diffuses Hamstergefühl, das die Deutschen konsumieren lässt. Ein Gefühl kurz vor einer bevorstehenden Geldentwertung. Ob der Konsum ausreicht, um die Staatspleite abzuwenden, ist mehr als fragwürdig. Das spüren die Mitbürger und deswegen kaufen sie, solange es noch geht. im Übrigen: Wo sollte der sicherheitsbewusste Deutsche denn sein renditehungriges Vermögen hintragen? Die Zinsen sind überall im Keller, die Risiken sind ihm fast überall zu hoch und in die eigene Wirtschaft investiert man in Deutschland scheinbar nicht..

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