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23.02.2011

13:15 Uhr

GfK-Warnung

Benzinpreis-Anstieg dämpft Kauflaune

Konsumforscher warnen: Die kräftig steigenden Öl- und Benzinpreise könnten den Deutschen die Kauflaune verderben. Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent verteuerte sich am Vormittag um 0,8 Prozent auf knapp 107 Dollar.

Höhere Energiekosten könnten die Kauflaune deutlich dämpfen. Quelle: dpa

Höhere Energiekosten könnten die Kauflaune deutlich dämpfen.

Berlin„Die Vergangenheit zeigt, dass Benzinpreise Signalcharakter für die Verbraucher haben“, sagte GfK-Konsumforscher Rolf Bürkl am Mittwoch zu Reuters. „Ziehen die Preise weiter merklich an, spüren sie das im Portemonnaie.“ Das könnte die Konsumneigung dämpfen, da Kraftstoffe zu den häufig gekauften Gütern gehörten und Preiserhöhungen deshalb besonders stark wahrgenommen würden. Wegen der Unruhen im ölreichen Libyen ist der Ölpreis weiter gestiegen: Ein Barrel (159 Liter) der Sorte Brent verteuerte sich am Vormittag um 0,8 Prozent auf knapp 107 Dollar.

Bislang hätten die höheren Energiepreise allerdings noch nicht die Konsumstimmung belastet. „Die Preiserwartungen der Verbraucher zeigen zwar nach oben, aber nur moderat“, sagte Bürkl. „Positive Effekte wie die gute Konjunktur, sinkende Arbeitslosigkeit und steigende Löhne überlagern die Inflationssorgen.“ Wegen der niedrigen Zinsen sei Sparen zudem als Alternative zum Geldausgeben wenig attraktiv. „Zumal das Vertrauen der Verbraucher in Finanzprodukte noch immer nicht wieder vollständig hergestellt ist“, sagte der Experte.

Gefahr für den Konsum drohe vor allem dann, wenn die höheren Energiepreise auch andere Waren sowie Dienstleistungen teurer machen. „Durch die gute Konjunktur hat der Handel eher die Möglichkeit, höhere Kosten durch Preiserhöhungen an die Kunden weiterzugeben“, sagte Bürkl. „Der Spielraum dafür ist größer geworden.“ Das von der GfK monatlich ermittelte Konsumklima ist derzeit so gut wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Die Inflationsrate erreichte im Januar mit 2,0 Prozent den höchsten Wert seit mehr als zwei Jahren. Für Februar rechnen Experten mit einem Anstieg bis auf 2,3 Prozent.

Von

rtr

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