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09.07.2015

14:02 Uhr

Griechenland

Arbeitslosigkeit fällt auf Drei-Jahres-Tief

Die gute Nachricht: Die Arbeitslosigkeit in Griechenland ist so niedrig wie seit drei Jahren nicht mehr. Die schlechte: Sie ist trotzdem noch doppelt so hoch wie im Rest der Eurozone – und Besserung ist nicht in Sicht.

Obwohl die Arbeitslosigkeit in Griechenland so niedrig ist wie seit drei Jahren nicht mehr, ist sie immer noch doppelt so hoch wie der Durchschnitt im Rest der Eurozone. dpa

Chancen auf Besserung stehen schlecht

Obwohl die Arbeitslosigkeit in Griechenland so niedrig ist wie seit drei Jahren nicht mehr, ist sie immer noch doppelt so hoch wie der Durchschnitt im Rest der Eurozone.

AthenDie Arbeitslosigkeit in Griechenland ist vor der erneuten Eskalation des Schuldenstreits mit den Gläubigern leicht gesunken. Die Arbeitslosenquote fiel im April auf 25,6 Prozent und damit auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahren, wie das Statistikamt Elstat am Donnerstag in Athen mitteilte.

Im März hatte die um saisonale Schwankungen bereinigte Quote bei 25,8 Prozent gelegen. Sie ist aber immer noch mehr als doppelt so hoch wie der Durchschnitt der Euro-Zone von 11,1 Prozent. Kein anderes Land der Europäischen Union weist einen schlechteren Wert auf.

Griechenland vor der Pleite – die entscheidenden Termine

1. August

177 Millionen Euro Rückzahlung an den IWF

7. und 14. August

1,0 und 1,4 Milliarden Euro Rückzahlungen an T-Bills (kurzfristige Staatsanleihen)

20. August

3,2 Milliarden Euro Rückzahlung an EZB

4. September

305 Millionen Euro Rückzahlung an IWF

4. September

1,4 Milliarden Euro Rückzahlung an T-Bills (kurzfristige Staatsanleihen)

14., 16. und 21. September

343 Millionen Euro, 572 Millionen Euro und 343 Millionen Euro Rückzahlung an IWF

Die Chancen für eine deutliche Besserung stehen schlecht, da die Wirtschaft unter den seit vergangener Woche geltenden Kapitalkontrollen leidet und immer noch das Ausscheiden aus der Euro-Zone droht. „Selbst wenn der Grexit letztlich vermieden werden kann, sehen wir für Griechenland dennoch den Rückfall in eine schwere Rezession“, sagte der Chefvolkswirt der DZ Bank, Stefan Bielmeier. Das Bruttoinlandsprodukt werde in diesem Jahr voraussichtlich um zwei Prozent zurückgehen und könnte 2016 mit 3,8 Prozent fast doppelt so kräftig einbrechen. Die Arbeitslosenquote werde weiter steigen.

Von

rtr

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