Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.05.2012

16:25 Uhr

Griechenland

Drachme kostet Deutschland 77 Milliarden Euro

Die „WirtschaftsWoche“ hat ausgerechnet, wie viel der Austritt Griechenlands aus der Euro-Zone den deutschen Steuerzahler kosten würde. Das Magazin kommt auf 77 Milliarden Euro - wenn die Schulden nicht bedient werden.

Wenn Griechenland aus dem Euro austritt, wird es nach Berechnungen der „WirtschaftsWoche“ teuer. dpa

Wenn Griechenland aus dem Euro austritt, wird es nach Berechnungen der „WirtschaftsWoche“ teuer.

DüsseldorfEin Austritt Griechenlands aus der Eurozone würde den deutschen Steuerzahler nach Berechnungen der „WirtschaftsWoche“ geschätzte 77 Milliarden Euro kosten. Dabei wird angenommen, dass Griechenland in diesem Falle seine Schulden nicht mehr bedient.

Die Summe ergibt sich dem Magazin zufolge aus bilateralen Hilfskrediten und dem Anteil Deutschlands an Krediten des Euro-Rettungsfonds EFSF und des Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie an Verlusten der Europäischen Zentralbank (EZB), die größter Gläubiger Griechenlands ist. Insgesamt ergebe sich für die Euroländer eine Summe von 276 Milliarden Euro.

Experten rechnen damit, dass ein Austritt Athens aus dem gemeinsamen Währungsraum auch eine Staatspleite zur Folge hätte. Allerdings müssten dann nicht alle Kredite verloren sein; es könnte auch ein neuer Schuldenschnitt ausgehandelt werden. Kaum abzuschätzen wären die Auswirkungen im Privatsektor, also auf griechische Unternehmen und Banken sowie ihre Kunden, Handelspartner und Kreditgeber im In- und Ausland. Hinzu kommt die Gefahr von Ansteckungseffekten in anderen Krisenländern.

Von

dpa

Kommentare (87)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Oeconomicus

12.05.2012, 16:56 Uhr

€ 77 Mia. - sofern es dabei bleibt, was ich stark bezweifeln möchte - gegen besseres Wissen verbrannt.

Als symbolische Wiedergutmachung müssten die 391 Abgeordneten, die am 7. Mai 2010 dem "Währungsunion Finanzstabilisierungsgesetz" zugestimmt haben
und die 496 Durchwinker, die am 27.02.2012 die Abstimmung zur Frage "Stimmen Sie für Finanzhilfen zugunsten Griechenlands" mit JA beantworteten bis zum Ende ihrer Tage auf sämtliche Apanagen verzichten und bis zur Berechtigung auf Hartz-IV Bezug von eigenem Vermögen leben.

Details zum Abstimmungsverhalten im Bundes-Kasperl-Theater finden sich hier:

http://parlameter0.zdf.de/flash09/Bundestag.swf

Oldi

12.05.2012, 17:08 Uhr

Griechenland hängt am Tropf. Auf Jahre kostet das ein Vielfaches. Das sollte man dagegen rechnen.

Griechenland wird sich niemals soweit erholen, dass Euro die Parität der Wirtschaftsstärke der anderen Länder erreicht. Deutschland wird sich übernehmen und die Märkte werden ganz und gar das Vertrauen verlieren.

Politik gegen dem Markt zu machen, hat noch nie funktioniert.

Eurokritiker

12.05.2012, 17:08 Uhr

Wieso kostet uns Griechenland jetzt plötzlich Geld - komisch ? Herr Schäuble und Frau Merkel haben doch immer beteuert, es sei ja noch gar kein Geld geflossen und die Griechen würden uns das Geld mit Zinsen zurückzahlen. Deutschland würde an Griechenland verdienen.
Alle Politiker , die den Griechenlandhilfen zugestimmt haben gehören wegen Veruntreuung angezeigt. Siehe Strafanzeige des Steuerzahlerbundes (BY) gegen die Vorstände der Deutschen Bank wegen Veruntreuung in Zusammenhnag mit den Target-2 Salden.

Dass der Steuerzahlerbund gegen die Vorstände der Deutschen Bundesbank Strafanzeige erstattet hat, daüber habe ich in den Zeitungen etc. nichts gelesen. Den Medien ist nicht daran gelegen so etwas zu veröffentlichen, das schadet ja der Hochfinanz und der Bankendynastie.

Warum berichet darüber niemand. Das ist dcoh ein interessantes Thema ?? Also liebes HB, bei euch habe ich darüber auch nichts gelesen, oder habe ich da einen Artikel übersehen ? Mittlerweile sind schon über 800.000 Peitionen/Unterschriften im Bundestag gegen den ESM eingegangen. Ich weiß noch vor einiger Zeit waren es nur ein paar tausend. Ich habe von Anfang an da mehrmals mitgemacht. Deswegen Leute, macht mit, gemeinsam können wir etwas bewegen. Und bringt Freunde und Bekannte auch dazu, mitzumachen. Damit die Politiker endlich mal wissen, dass der deutsche Bürger und Steuerzahler nicht der Sklave von Politikern und Bankstern ist.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×