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14.02.2012

12:23 Uhr

Griechenland

Wirtschaft schrumpft weiter dramatisch

Die Wirtschaftsleistung des Schuldensünders Griechenland ist auch 2011 erneut massiv eingebrochen. Die Regierung rechnet 2012 im fünften Jahr in Folge mit Rezession

Die Aufschrift "2 Euro" in griechischer Schrift steht auf einer Euro-Münze. dapd

Die Aufschrift "2 Euro" in griechischer Schrift steht auf einer Euro-Münze.

AthenIm von der Schuldenkrise gebeutelten Griechenland ist kein Ende der Rezession in Sicht. Die Wirtschaftsleistung des Euro-Landes schrumpfte im letzten Quartal 2011 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent, wie die griechische Statistikbehörde am Dienstag unter Berufung auf eine erste Schätzung mitteilte. Für das Gesamtjahr 2011 rechnet Athen laut aktuellem Haushaltsentwurf mit einem Wachstumsrückgang um 5,5 Prozent.

Experten gehen nach massiven Lohnkürzungen und Steuererhöhungen wegen der Schuldenkrise aber inzwischen mit einem stärkeren Rückgang aus. Für das laufende Jahr erwartet Athen bisher noch einen Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um 2,8 Prozent.

Griechenland würde sich damit im fünften Jahr in Folge in der Rezession befinden.

Athen droht wegen der Schuldenkrise ohne erneute Unterstützung von außen im kommenden Monat die Staatspleite. Das griechische Parlament hatte deshalb in der Nacht zum Montag einem umfangreichen Sparpaket zugestimmt, das Voraussetzung für ein neues Hilfspaket der EU, der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist. Die Finanzminister der Eurozone wollen am Mittwoch über das Hilfsprogramm im Umfang von 130 Milliarden Euro befinden.

Vergangene Woche hatte auch das Statistische Amt Hiobsbotschaften zu verkünden: Sie teilten mit, dass auch die Arbeitslosigkeit in Griechenland immer weiter steige. Die Arbeitslosenquote betrug im November 20,9 Prozent und übertraf damit erstmals in der jüngeren Geschichte des Landes die psychologisch wichtige Grenze von einer Million Menschen. Insgesamt waren 1.029.587 Menschen ohne Job. Noch vor zwei Jahren lag die Quote im gleichen Monat bei 13,9 Prozent und im Oktober 2011 waren es 18,2 Prozent.

Kommentare (5)

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14.02.2012, 12:33 Uhr

Wo soll denn die Kaufkraft noch herkommen???

Auch wenn die Buchhalter das nie begreifen werden: Tausend Inseln lassen sich nicht so leicht erschließen wie das Festland.

Alfred_H

14.02.2012, 12:37 Uhr

"Vergangene Woche hatte auch das Statistische Amt Hiobsbotschaften zu verkünden: Sie teilten mit, dass auch die Arbeitslosigkeit in Griechenland immer weiter steige."

Das gibts doch garnicht. Wie kann das denn sein? Da werden Stellen gestrichen und Menschen entlassen. Alles zum Wohle des Euros. Und trotzdem steigt die Arbeitlosenzahl. Also da hätte ich doch eher das Gegenteil vermutet. Das HB entpuppt sich immer mehr als Intellektuellen-Lektüre.

Aha

14.02.2012, 12:40 Uhr

Lügenland ist abgebrannt.

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