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13.11.2014

14:35 Uhr

Griechenlands Arbeitslosigkeit sinkt weiter

Athen verzeichnet wenigste Arbeitslose seit 2012

Seit April 2012 waren in Griechenland nicht mehr so wenige Menschen arbeitslos wie jetzt: Mit 25,9 Prozent ist die Quote das vierte Mal in Folge gesunken. Aus Athen kommt damit ein weiteres positives Konjunktursignal.

In Griechenland ist die Arbeitslosenquote zum vierten Mal in Folge gesunken. dpa

In Griechenland ist die Arbeitslosenquote zum vierten Mal in Folge gesunken.

AthenDie Arbeitslosigkeit in Griechenland ist im August auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren gesunken. Die Arbeitslosenquote fiel zum Juli um 0,2 Punkte auf 25,9 Prozent, wie das nationale Statistikamt Elstat am Donnerstag mitteilte.

Es war der vierte Rückgang in Folge und setzt eine Reihe von positiven Konjunktursignalen in dem Euro-Krisenland fort. Nach sechs Rezessions-Jahren dürfte die Wirtschaft 2014 wieder wachsen.

Das Ende der Eurokrise?

Was bedeutet der Schritt Lissabons für die Eurozone?

Es ist ein Indiz, dass sich die Finanzlage im gemeinsamen Währungsgebiet erheblich beruhigt hat. Länder im Süden des Kontinents können sich zur Zeit zu sehr günstigen Konditionen an den Finanzmärkten Geld leihen.

Lissabon will keine Übergangshilfen mehr. Ist das realistisch?

Ja. Die EU-Kommission, die in der Troika vertreten ist, unterstützt den Beschluss für einen „sauberen Ausstieg“ ausdrücklich. „Das sorgt für eine bessere Stimmung und Vertrauen von (Finanz-)Investoren“, lautet die Devise des verantwortlichen EU-Vize-Kommissionspräsidenten Siim Kallas.

Das Vertrauen kehrt also in die Eurozone zurück?

Ja. Aber dies hat vor allem zwei Gründe. Da ist zunächst die Europäische Zentralbank (EZB). Die Notenbank versprach, den Euro um jeden Preis zu retten. EZB-Patron Mario Draghi ist auch bereit, gegen die niedrige Inflation sowie gegen die Deflation zu kämpfen. Deflation ist ein umfassender Preisverfall, der die Konjunktur ausbremsen kann.

Was ist der andere Grund?

Angesichts von Turbulenzen bei aufstrebenden Wirtschaftsriesen in Asien oder Südamerika gilt Europa wieder als ein „sicherer Hafen“ für Anleger. Aus Russland gibt es wegen der Annexion der Krim einen bedeutenden Kapitalabfluss. Nach Moskauer Schätzungen waren es allein im ersten Vierteljahr rund 50 Milliarden Euro. Von internationalen Kapitalströmen profitiert auch der krisengeschüttelte europäische Süden.

Wie ist die Lage in Griechenland?

Griechenland hat die schwere Rezession überwunden und wird wieder wachsen. Das soll auch dem angespannten Arbeitsmarkt zugutekommen. Jeder Vierte ist dort ohne Job. Athen erzielte 2013 erstmals seit langem einen Haushaltsüberschuss - ausgeblendet sind dabei jedoch der Schuldendienst und Kapitalspritzen an Banken.

Braucht Athen ein neues Rettungspaket?

Die griechische Koalitionsregierung ist dagegen. Finanzminister Ioannis Stournaras strebt aber an, Zahlungsfristen für die Hilfskredite weiter zu strecken, um dem Land Luft zu verschaffen. Entscheidungen der Eurogruppe wird es voraussichtlich erst im Herbst geben. Ende des Jahres läuft das Griechenland-Programm von europäischer Seite aus.

Wie sieht es in Zypern aus?
Viele wollen das Kapitel „Eurokrise“ abschließen. Ist das gerechtfertigt?

Nein. Es sind nach dem Willen der Brüsseler Währungshüter weitere Reformen in vielen Ländern der Eurozone nötig, um die Erholung dauerhaft abzusichern. Nach der Krise steigen die Schuldenberge der 18 Euro-Mitgliedstaaten im laufenden Jahr sogar weiter an - um einem Punkt auf 96 Prozent der Wirtschaftsleistung. In Griechenland wächst beispielsweise der staatliche Schuldenberg um zwei Punkte auf 177 Prozent. Erlaubt sind höchstens 60 Prozent. Für Entwarnung ist es also viel zu früh, sagen die Experten.

Die EU-Kommission rechnet mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 0,6 Prozent.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

13.11.2014, 15:17 Uhr

Das griechische nationale Statistikamt also teilt mit?

Soll das nun ein Witz werden oder irgendjemand Ernst nehmen?

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