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08.01.2010

11:02 Uhr

Großbritannien

Notenbank in der Zwickmühle

VonMichael Maisch

Rezession und hohe Staatsverschuldung: Großbritannien kränkelt, trotz allmählicher Verbesserung der Lage, immer noch an den Folgen der Krise - mehr als manch anderes europäisches Land. Jetzt ist sogar Großbritanniens „AAA-Rating“ gefährdet und die Bank of England steckt in einer Klemme.

Politik der ruhigen Hand: Die Bank of England belässt den Leitzins weiterhin bei 0,5 Prozent . ap

Politik der ruhigen Hand: Die Bank of England belässt den Leitzins weiterhin bei 0,5 Prozent .

LONDON. Die Bank of England (BoE) steht vor einem Dilemma. Zwar bessert sich die wirtschaftliche Lage auf der Insel allmählich. Doch angesichts des aus dem Ufer laufenden Staatsdefizits warnen immer mehr Großinvestoren vor einer Schuldenkrise des Königreichs.

Großbritannien steckt im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern offiziell noch immer in der Rezession. Positive Daten zur Industrieproduktion und zum Dienstleistungssektor sprachen zuletzt jedoch dafür, dass das Land Ende 2009 zu positiven Wachstumsraten zurückgekehrt ist.

Auf das absehbare Ende der Rezession, reagierte die Bank of England am Donnerstag mit einer Politik der ruhigen Hand und beließ den Leitzins unverändert bei 0,5 Prozent. Auch am Umgang mit dem Wertpapierankaufprogramm änderte sich nichts. Die Notenbanker hatten das Programm, mit dem zusätzliche Liquidität ins noch immer angeschlagene Finanzsystem gepumpt werden soll, erst im November um 25 Mrd. Pfund auf 200 Mrd. Pfund aufgestockt. Die Mehrheit der Volkswirte geht jetzt davon aus, dass die Anleihekäufe wie geplant im Februar auslaufen werden. „Die BoE hat nach unserer Meinung genug getan, um für positives Wachstum zu sorgen“, meint George Buckley von der Deutschen Bank.

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