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27.08.2016

16:04 Uhr

Großkonzerne

Chinas Riesen geht die Puste aus

In China macht sich die schwächelnde Konjunktur deutlich bemerkbar. Die Zahl der defizitären Unternehmen steigt, Stahl- und Kohleindustrie leiden unter einem Überangebot. Umsatzstärkstes Unternehmen ist ein Versorger.

Chinas Großkonzerne bekommen die schwächelnde Konjunktur zu spüren. dpa

Konzerne in Fernost

Chinas Großkonzerne bekommen die schwächelnde Konjunktur zu spüren.

PekingChinas Großkonzerne bekommen die Konjunkturabkühlung deutlich zu spüren. Im bisherigen Jahresverlauf ging der Gesamtumsatz der 500 führenden Unternehmen zurück, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag meldete. Das Minus fiel mit 0,07 Prozent zwar minimal aus. Es handelt sich aber um die ersten Einbußen überhaupt, seit der Firmenindex Fortune 500 vor 15 Jahren an den Start ging. Die Zahl der Verluste schreibenden Unternehmen stieg von 57 auf 72 vor Jahresfrist. Darunter befanden sich insbesondere Stahl- und Kohleproduzenten, die massiv unter dem Überangebot in ihren Branchen leiden.

Umsatzstärkstes Unternehmen in der Volksrepublik ist der Versorger State Grid. Es folgen die Energie-Riesen Petro-China und Sinopec, dann die Geldhäuser Industrial and Commercial Bank of China sowie China Construction Bank. Außerdem zeigt der Index eine weitere Premiere: Mit einer Quote von über 40 Prozent kamen Dienstleistungsunternehmen erstmals auf einen größeren Umsatzanteil als Industriebetriebe, die etwas über 39 Prozent erreichten.

In der Industrie offenbaren sich zugleich die Folgen von Kürzungen infolge der abgeschwächten wirtschaftlichen Entwicklung. Weil viele Firmen ihre Kosten senkten, stiegen die Gewinne sektorweit im Juli um elf Prozent auf umgerechnet 70 Milliarden Euro. Nach Angaben der Statistikbehörde war dies das stärkste Plus seit März. Eine deutliche Erholung der Nachfrage sei bislang aber nicht zu erkennen.

Von

rtr

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