Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.04.2014

12:31 Uhr

Gute Konjunktur

Forscher rechnen weniger Arbeitslosigkeit

Arbeitsmarktforscher rechnen mit einem weiterem Rückgang der Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten, eine Befragung aller Arbeitsagenturen stimmt optimistisch. Grund ist vor allem die robuste Konjunktur.

Der Andrang bei den Jobcentern könnte laut Experten geringer werden. dpa

Der Andrang bei den Jobcentern könnte laut Experten geringer werden.

NürnbergDank der guten Konjunktur rechnen Arbeitsmarktforscher mit einem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten. In den Arbeitsmarktagenturen halte sich die überwiegend optimistische Stimmung, erklärte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg am Montag. Aktuell bestünden zwar wirtschaftliche Risiken durch den Konflikt mit Russland, der Konjunkturaufschwung zeige sich aber bislang robust. Das Arbeitsmarktbarometer des IAB sei mit 101,5 Punkten weiter auf gutem Niveau. Gegenüber März sei es im April geringfügig um 0,3 Punkte gefallen.

Das IAB-Arbeitsmarktbarometer basiert auf einer monatlichen Befragung aller lokalen Arbeitsagenturen zu der von ihnen erwarteten Arbeitsmarktentwicklung in den kommenden drei Monaten. Die Skala reicht von 90 (stark steigende Arbeitslosigkeit) bis 110 (stark sinkende Arbeitslosigkeit).

Konjunkturaussichten für die Euro-Länder

Spanien

Spanien könnte 2014 wieder um ein Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit soll jedoch mit 25,7 Prozent hoch bleiben. Das Haushaltsdefizit wird auf 5,8 Prozent der Wirtschaftsleistung geschätzt.

Frankreich

Frankreichs Wachstum dürfte 2014 mit 1,0 Prozent unter dem Durchschnitt der Euro-Zone bleiben. Die Arbeitslosigkeit soll auf elf Prozent steigen.

Griechenland

Die griechische Wirtschaft soll 2014 erstmals seit sechs Jahren wieder um 0,6 Prozent wachsen. Trotz der erwarteten Besserung dürfte die Arbeitslosigkeit mit 26 Prozent vergleichsweise hoch bleiben. Bei der Verschuldung werden 177 Prozent der Wirtschaftsleistung erwartet.

Italien

Italiens Wirtschaft soll 2014 um 0,6 Prozent wachsen. Die Arbeitslosigkeit dürfte hingegen auf einen Rekord von 12,6 Prozent klettern. Der Schuldenstand bleibt hartnäckig hoch: 2015 soll er mit 132,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts leicht unter dem diesjährigen Niveau liegen.

Zypern

Um 4,8 Prozent soll das Bruttoinlandsprodukt einbrechen. Die Arbeitslosigkeit dürfte auf den Rekordwert von 19,2 Prozent steigen.

Portugal

Für Portugal erwartet die EU-Kommission 2014 ein Wachstum von 0,8 Prozent. 2015 soll die Arbeitslosenquote mit 16,5 Prozent einen Tick unter den diesjährigen Wert fallen. Der Schuldenstand dürfte nach dem Rekordwert von 129,4 Prozent im vorigen Jahr bis 2015 wieder auf 125,8 Prozent zurückgehen.

Irland

Irlands Wirtschaft dürfte 2014 mit 1,8 Prozent deutlich stärker wachsen als der gesamte Währungsraum. Bis 2015 soll die Arbeitslosenquote auf 11,2 Prozent fallen, nachdem sie 2013 noch bei 13,1 Prozent lag. Das Defizit soll 2015 auf 4,3 Prozent sinken.

Quelle

EU-Kommission

Zu den Auswirkungen des geplanten Mindestlohns von 8,50 Euro pro Stunde äußerte sich IAB-Chef Joachim Möller am Montag in der "Süddeutschen Zeitung". "Horrorszenarien" seien absolut nicht angemessen, betonte er. Möller verwies darauf, dass das gute Dutzend an Lohnuntergrenzen, die es in einzelnen Branchen in Deutschland längst gibt, der Beschäftigung nicht geschadet hätten. Auch in Großbritannien, dem "Musterland des Mindestlohns" in Europa, habe sich die Befürchtung nicht bewahrheitet, es könnten zwei Millionen Stellen verloren gehen. "Wenn man Deutschland insgesamt anschaut und auch die Übergangsfristen sieht, sind 8,50 Euro vertretbar und akzeptabel."

Von

afp

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

28.04.2014, 15:53 Uhr

Wenn sich diese FORSCHER mal mit der Realität auseinandersetzen würden und zur Kenntnis nehmen,dass wir nahezu 20 % AL-Quote haben würde das vielleicht helfen. Bei unseren real 8 Millionen Arbeitslosen , die immer durch die Politik und Beamtenschaft auf 3 Millionen nach unten gelogen werden müssen diese FORSCHER doch feststellen , dass wir daran ersticken ebenso wie an der Staatsverschuldung was ja auch über 5,4 Billionen sind und die auf 2 Billionen nach unten gelogen werden !Also tut endlich was und schreibt keinen Unsinn.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×