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22.12.2014

15:17 Uhr

Handelsblatt BWL-Ranking 2014

St. Gallen ist der Star unter den Unis

VonHans Christian Müller-Dröge

ExklusivNirgendwo sonst im deutschsprachigen Raum veröffentlichen Betriebswirte mehr prominente Studien als an der Uni St. Gallen. Das Handelsblatt-Ranking zeigt: In Sachen Forschung sind die Unis im Süden besonders gut.

Nirgendwo sonst im deutschsprachigen Raum wird so viel geforscht wie an der Uni St. Gallen.

Nirgendwo sonst im deutschsprachigen Raum wird so viel geforscht wie an der Uni St. Gallen.

DüsseldorfDer Titel der forschungsstärksten BWL-Fakultät im deutschsprachigen Raum geht in diesem Jahr erneut an die Universität St. Gallen. An keiner anderen Hochschule in Deutschland, Österreich oder der Schweiz haben die Betriebswirte in den vergangenen zehn Jahren so viele so prominente Studien veröffentlichen können wie hier. Das zeigt das neue Handelsblatt BWL-Ranking.

Schon beim vergangenen Mal – im Jahr 2012 – lag St. Gallen vorne. Auch die weiteren Top-Unis kommen in diesem Jahr aus dem Süden: Die Uni Zürich hat sich auf Platz zwei vorgekämpft (vorher Rang drei), die TU München auf Platz drei (vorher fünf). Auf den Plätzen vier und fünf folgen die beiden Wiener Hochschulen: Die WU Wien und die Uni Wien.


Das BWL-Ranking erscheint alle zwei Jahre. Dafür lässt das Handelsblatt alle Studien erfassen, die Forscher aus dem deutschsprachigen Raum in den wichtigsten Fachjournalen der BWL publiziert haben. Anhand dieser Daten werden Punkte vergeben – und die forschungsstärksten Betriebswirte und Fakultäten gekürt. Die Datenarbeit übernimmt ein renommiertes Team der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich. Insgesamt werden dabei weit über 2000 Forscher und mehr als 1000 Journale berücksichtigt. Sie kommen aus allen Teildisziplinen der BWL – vom Rechnungswesen bis zur Managementlehre.

Auch einige eher kleine Fakultäten haben es in die Gruppe der 25 forschungsstärksten Fakultäten geschafft. So haben die ETH Zürich (Platz 7), die TU Darmstadt (Platz 17) und die Uni Jena zwar jeweils nur etwa zehn Professoren, doch wegen der hohen Pro-Kopf-Punktzahl konnten sie einige größere Fakultäten hinter sich lassen.
Die vollständigen Ranglisten sind hier abrufbar.

Handelsblatt BWL-Ranking 2014 – Die Methodik

Punkte für Artikel

Für jeden Artikel, den ein BWLer, der aus dem deutschsprachigen Raum stammt oder dort forscht, in einem prominenten Fachjournal veröffentlicht hat, bekommt er Punkte.

Renommee ausschlaggebend

Die Zahl richtet sich dabei einerseits nach dem Renommee der Zeitschrift: Für eine Publikation in einem der Top-Journale gibt es einen ganzen Punkt, für andere gibt es zwischen 0,1 und 0,7.

Berücksichtigung der Co-Autoren

Zum anderen ist die Zahl der Co-Autoren ausschlaggebend: Arbeitet ein Forscher alleine an einem Projekt, bekommt er die Punkte alleine – ansonsten wird die Zahl aufgeteilt.

Wertigkeit der Journale

Die Handelsblatt-Liste der Zeitschriften, die die Wertigkeit der Journale festlegt, entsteht durch die Zusammenfassung von vier anderen Listen, die international in der Forschung benutzt werden. Im Ranking der aktuellen Forschungsleistung zählen jeweils die Publikationen aus den letzten fünf Jahren, in das Ranking des Lebenswerks fließen alle Publikationen ein.

Minutiöse Kleinarbeit

Das Ranking entsteht durch minutiöse Kleinarbeit: Ein Forscherteam der ETH Zürich sichtet dafür mehr als 1 000 internationale und deutschsprachige Journale – und nutzt auch Daten der ZBW Bibliothek.

Nachtragen möglich

Die Forscher haben danach noch die Möglichkeit, ihre Daten zu validieren und fehlende Artikel nachzutragen.

Der Rangplatz einer Fakultät ergibt sich aus der Summe der Punktzahlen, die ihre Wissenschaftler in den vergangenen zehn Jahren erarbeitet haben. Für jeden Artikel, den ein BWLer – der aus dem deutschsprachigen Raum stammt oder dort forscht – in einem prominenten Fachjournal veröffentlicht hat, bekommt er Punkte. Auch ist die Zahl der Autoren ausschlaggebend: Arbeitet ein Forscher als Einziger an einem Projekt, bekommt er die Punkte allein – ansonsten wird die Zahl aufgeteilt. Die Handelsblatt-Liste der Zeitschriften, die die Gewichtung der Journale festlegt, entsteht durch die Zusammenfassung von vier anderen Listen, die international in der Forschung benutzt werden. Eine ausführliche Beschreibung der Methodik des Rankings finden Sie hier.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

22.12.2014, 18:47 Uhr

Die Hochschulen in der Schweiz sind traditionell viel besser als die deutschen, welche sich in "Gebühren oder nicht" zerdiskutieren.

Seit der Bund sich in die Länderzuständigkeiten weiter einmischt, ist abzusehen, daß die miese Qualität sich in Deutschland noch weiter verschlechtern wird.

Sozialismus breitet sich in Deutschland viel schneller aus als in der vernünftig ausgerichteten Schweiz.
Obwohl auch in der Schweiz die Idiotie aus Deutschland zunehmend hinüber schwappt.
Noch hält sich das in Grenzen, dem Tell sei gedankt.

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