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14.01.2004

08:26 Uhr

Handelsblatt-Eurokonjunktur-Indikator stagniert im Januar

Euro-Zone erholt sich nur mühsam

Ein durchgreifender Wirtschaftsaufschwung in der Euro-Zone ist zu Jahresbeginn noch immer nicht in Sicht. Das zeigt der Handelsblatt-Eurokonjunktur-Indikator im Januar. Die wirtschaftliche Lage dürfte sich in den nächsten Monaten laut Indikator zwar verbessern, große Sprünge nach vorne sind allerdings nicht zu erwarten. „Der Euro-Raum erlebt nur ein Auf ohne Schwung“, sagt Ulrich van Suntum, Ökonomie-Professor an der Universität Münster. Er hat das Barometer konzipiert und berechnet es monatlich.

ost/HB DÜSSELDORF. Der Indikator, der der Wirtschaftsentwicklung im Euro-Raum rund drei Monate vorausläuft, zeigt im Januar: Der gemeinsame Währungsraum erholt sich in den ersten Monaten des neuen Jahres nur mühsam von der Schwächephase des vergangenen Jahres. Nachdem sich der Indikator im Herbst vergangenen Jahres mehrere Monate lang recht spürbar verbessert hat, tritt er nun hartnäckig auf der Stelle. Im Januar verharrte er wie im Vormonat auf dem November-Stand von 1,5 %. Damit dürfte sich das Wachstumstempo zu Beginn des zweiten Quartals nicht weiter beschleunigen. Van Suntum: „Eine sich selbst verstärkende Konjunkturdynamik ist noch nicht zu erkennen.“

Klar ist damit aber immerhin, dass die Konjunktur die Trendwende geschafft hat. Das Barometer liegt inzwischen deutlich über seinem Tiefststand von 0,9 %, auf den es im Juli gefallen war. Zudem hat sich der leichte Schwächeanfall, den der Indikator nach den bisherigen Berechnungen im Dezember erlitten hatte, nicht als nachhaltig erwiesen: Der Dezember-Wert wurde von 1,4 auf 1,5 % nach oben revidiert – vor allem, weil sich die Industrieproduktion im September aktualisierten Daten zufolge nicht ganz so schlecht entwickelt hat wie zunächst gemeldet wurde.

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