Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.03.2004

16:23 Uhr

Handelsblatt-Frühindikator stagniert – Ostbarometer in neuer Version

Deutschland sucht den Super-Aufschwung

Der Handelsblatt-Frühindikator hat im März nur stagniert. Sein aktueller Stand von 1,2 % signalisiert nur einen verhaltenen Fortgang der wirtschaftliche Erholung, und sogar ein neuerlicher Rückschlag ist nicht mehr völlig auszuschließen.

Zuletzt hat sich die Industrienachfrage nur noch wenig belebt, im Baugewerbe ist sie in den letzten beiden Monaten sogar wieder rückläufig gewesen. Bei den Verbrauchern ist nach wie vor das Geizen angesagt, was vor allem der Einzelhandel zu spüren bekommt. Nicht einmal zu Weihnachten haben sich die Konsumenten aus der Reserve locken lassen, wie die überaus schwachen Umsätze im Dezember zeigen. Auch das überarbeitete Konjunkturbarometer für die neuen Länder zeigt für die letzten Monate nur ein schwaches Wachstum ohne Dynamik. Damit hat das Zittern um den Fortgang des Aufschwungs wieder begonnen.

Gesamtdeutscher Frühindikator: >>Tabellen

Die Schuld an den neu aufkommenden Konjunktursorgen darf keineswegs allein beim starken Euro gesucht werden. Die Auslandsnachfrage hat im Dezember sogar überraschend stark angezogen, wenn auch begünstigt durch Großaufträge in der Investitionsgüterindustrie. Dagegen scheint bei der Inlandsnachfrage die Luft erst einmal wieder heraus zu sein. Vor allem die Investitionsnachfrage aus dem Inland hat zuletzt wieder nachgegeben, nachdem sie sich zwischenzeitlich durchaus erfreulich entwickelt hatte. Das muss noch keine neuerliche Trendwende bedeuten, aber der eigentlich dringend notwendige Investitionsboom sähe anders aus.

Konjunkturbarometer Ost: >>Tabellen

Inzwischen ist auch bei den Konjunkturerwartungen ein neuer Realismus eingekehrt. Nach dem schon seit zwei Monaten rückläufigen ZEW-Indikator sind im Februar auch die ifo-Geschäftserwartungen im gesamtdeutschen Verarbeitenden Gewerbe erstmals wieder rückläufig gewesen. Nach dem Höhenflug der vergangenen Monate kommt darin sicher auch eine gewisse Normalisierung zum Ausdruck. Der Suche nach dem Superaufschwung ist die tatsächliche Lage bisher nicht im entferntesten gerecht geworden, es bleibt vorerst beim Zitter-Aufschwung. Dementsprechend bescheidener beginnen nun die Erwartungen zu werden. Während der ZEW-Indikator immerhin noch eine Aufwärtsentwicklung bei der aktuellen Konjunkturlage signalisiert, ist die aktuelle Geschäftslage im ifo-Konjunkturtest zuletzt im Gleichklang mit den pessimistischeren Erwartungen schlechter als im Vormonat beurteilt worden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×