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17.10.2013

11:26 Uhr

Herbstgutachten

Euro-Krise könnte wieder aufflammen

Irland will den Rettungsschirm schnellstmöglich verlassen, doch die führenden Forschungsinstitute sind nicht bei allen Euro-Sorgenkindern so zuversichtlich. Ein Wiederaufleben der Krise könne nicht ausgeschlossen werden.

Schmelzende Euro-Münze: Die Krise könnte wieder aufflammen. dpa

Schmelzende Euro-Münze: Die Krise könnte wieder aufflammen.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute warnen vor einem Wiederaufflammen der Euro-Staatsschuldenkrise. Die Lage im Euro-Raum sei immer noch fragil, lautete der Befund in ihrer am Donnerstag veröffentlichten Gemeinschaftsprognose. Ein Wiederaufleben der Krise könne nicht ausgeschlossen werden.

Griechenland und auch Portugal dürften nach dem Urteil der Institute nach Ablauf der aktuellen Hilfsprogramme zunächst weiter auf Hilfen ihrer internationalen Partner angewiesen sein. „Angesichts der beträchtlichen Refinanzierungserfordernisse und der wirtschaftlichen Schwäche der Länder ist aus Sicht der Institute eine vollständige Refinanzierung durch die Kapitalmärkte unwahrscheinlich.“ Es sei zu erwarten, dass beide Länder auch über 2014 hinaus zusätzliche Finanzhilfen benötigen.

Die weltweit besten Industriestandorte

Platz 1

Die USA behaupten sich im IQ-Index auf dem ersten Rang. Dort waren die Vereinigten Staaten bereits 1995 zu finden.

Platz 2

Im Vergleich von 45 Industrienationen belegt Schweden den zweiten Rang. Seit 1995 hat sich Schweden damit um zwei Plätze verbessert.

Platz 3

Dänemark macht zwei Plätze gut und springt auf Rang 3. Skandinavien macht derzeit wirtschaftlich eine gute Figur.

Platz 4

Auch Deutschlands Nachbar Schweiz schafft es auf einen der vorderen Plätze – 1995 stand die Alpenrepublik noch auf Rang 7.

Platz 5

Deutschland macht den größten Sprung bei den Top-Industrienationen. 1995 sah das IW-Institut die Bundesrepublik noch auf Platz 14.

Platz 6

Knapp hinter Deutschland folgt Australien auf Platz 6 – sogar mit dem gleichen Indexwert aus den 58 einzelnen Kategorien.

Platz 7

Platz 7 geht an die Niederlande – damit verschlechtert sich unser Nachbar deutlich. Die Holländer lagen 1995 noch an zweiter Stelle des IW-Rankings.

Platz 8

Auch Kanada muss einen Rückschlag hinnehmen. Der nordische Nachbar der USA stürzt um satte fünf Plätze ab.

Insgesamt liegt der Euroraum den Instituten zufolge auf Kurs heraus aus der Rezession. Auch die Haushaltskonsolidierung schreite voran, auch wenn sich das Tempo schon wieder verlangsame. Die Sparanstrengungen würden durchweg „moderater“ ausfallen. Insbesondere sei in den großen Euro-Ländern Frankreich und Italien in nächster Zeit nicht mit einem Abbau der hohen Staatsdefizite zu rechnen.

Zudem befürchten die Wirtschaftsforscher negative Folgen für Deutschland und andere stabile Euro-Länder bei einem dauerhaft niedrigen Leitzins der Europäische Zentralbank (EZB). Dies berge „erhebliche Risiken für die Finanzsystemstabilität“, warnen sie in ihrem Herbstgutachten. „Finanzinstitute haben dadurch zusätzliche Anreize, sich kurzfristig günstig bei der Zentralbank zu finanzieren und langfristig in riskante Projekte zu investieren“.

Herbstgutachten: Wirtschaftsforscher lehnen Mindestlohn ab

Herbstgutachten

exklusivWirtschaftsforscher lehnen Mindestlohn ab

In ihrem neuen Herbstgutachten geben die fünf führenden Wirtschaftsinstitute einer neuen Regierung klare Handlungsempfehlungen. Höhere Steuern und ein flächendeckender Mindestlohn seien Gift für die Konjunktur.

Wegen der Dauerkrise in der Währungsunion hatte die EZB ihren Leitzins im Mai auf das Rekordtief von 0,5 Prozent gedrückt, um mit billigem Geld die Wirtschaft anzuschieben. Von einer weiteren Zinssenkung dürften für die Krisenländer „keine wesentlichen die Konjunktur stabilisierenden Impulse ausgehen, weil die Probleme in den dortigen Bankensektoren bisher nicht behoben worden sind“, erklärten die Ökonomen.

Den Schlüssel für eine wirtschaftliche Erholung sehen die Institute in einer Bereinigung des Bankensektors in den Krisenländern. Die Kosten dafür sollten zunächst die Eigentümer und Kapitalgeber der Banken tragen. Im Ausnahmefall könnten aber auch die Guthaben der Sparer jenseits der Grenzen der Einlagensicherung herangezogen werden. „Dann noch verbleibende Altlasten wären zunächst von den Nationalstaaten zu tragen“, fordern die Institute. „Eine begrenzte europäische Lastenteilung kann lediglich die ultima ratio sein.“

Von

rtr

Kommentare (17)

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Account gelöscht!

17.10.2013, 11:45 Uhr

An die Redaktion:

Der IWF fordert in einer Analyse in Europa eine 10%ige Abgabe auf alle Vermögen. Ansonsten drohten Inflation oder Staatsbankrott.
Ich vermisse Ihre Berichterstattung hierüber. Kein Thema?

http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/10/17/die-grosse-enteignung-zehn-prozent-schulden-steuer-auf-alle-spar-guthaben/

Account gelöscht!

17.10.2013, 11:46 Uhr

"Zudem befürchten die Wirtschaftsforscher negative Folgen für Deutschland und andere stabile Euro-Länder bei einem dauerhaft niedrigen Leitzins der Europäische Zentralbank (EZB)."

jo, das befürchte ich auch, vor allem wenn die Asche irgendwo gebunkert wird, statt diese tatsächlich in die Wirtschaft zu "verklappen".
Irgendwie finde ich dazu in diesem Gutachten mal nix.

Account gelöscht!

17.10.2013, 11:47 Uhr

"Euro-Krise könnte wieder aufflammen" typisch Volksverdummungsmedien. Die Euro-Krise ist voll da weil Sie niemals weg war!!

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