Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.10.2012

10:29 Uhr

Herbstgutachten

Forschungsinstitute erwarten weniger Wachstum

VonAxel Schrinner

ExklusivDeutschlands Wirtschaft wird im kommenden Jahr weniger wachsen als angenommen - das prognostizieren führende Wirtschaftsforschungsinstitute. Die Voraussagen für den Arbeitsmarkt sehen positiver aus.

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumserwartungen für 2013 deutlich gesenkt. dpa

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumserwartungen für 2013 deutlich gesenkt.

DüsseldorfDie führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumserwartungen für 2013 deutlich gesenkt. In ihrem morgen veröffentlichten Herbstgutachten rechnen sie für das kommende Jahr lediglich mit 1,0 Prozent Wachstum. Das erfuhr Handelsblatt Online aus mit den Daten vertrauten Kreisen. Vor einem halben Jahr hatten die Institute für 2013 noch zwei Prozent Wachstum vorhergesagt.

Für das laufende Jahr rechnen die Institute mit 0,8 Prozent Wachstum. Das wäre etwas weniger, als die zuletzt geschätzten 0,9 Prozent.

Ungeachtet der schwächeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sehen die Institute dieses und kommendes Jahr einen annähernd ausgeglichenen Staatshaushalt. Dieses Jahr sei eine „schwarze Null“, kommendes Jahr wegen der geplanten Steuersenkungen und der Reduzierung des Rentenbeitrags eine „rote Null“ zu erwarten.

Die Institute rechnen damit, dass die Euro-Krise im Laufe des kommenden Jahres überwunden wird. Daher seien die Folgen für den deutschen Arbeitsmarkt begrenzt; die Arbeitslosigkeit werde 2013 wieder leicht sinken.

Das Gutachten wird von vier Konsortien unter Federführung des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, des Münchner Ifo-Instituts, des Essener Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung und des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle für die Bundesregierung erstellt. Die Regierung will ihre eigene Wachstumsprognose kommende Woche vorstellen.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Schlaumeier

10.10.2012, 10:52 Uhr

Weniger Wachstum = mehr Arbeitsplätze. Die Meldung kommt direkt aus Schäubles (...) Ministerium - oder?
+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: (http://www.handelsblatt.com/impressum/netiquette/)

WILHER

10.10.2012, 11:13 Uhr

Immerhin erwarten sie Wachstum für Deutschland.
"Weniger Wachstum" klingt für manche Leute so, als ob die Wirtschaft schrumpfen würde.

Ähnlich wie in China, wo die Welt in Panik verfällt, wenn das Wachstum "nur" 8 Prozent beträgt, wobei diese 8 Prozent mehr immerhin soviel sind, wie die belgische Wirtschaft in einem Jahr insgesamt erwirtschaftet.

Gute Nachrichten verkaufen sich offenbar schlecht.

Account gelöscht!

10.10.2012, 14:05 Uhr

So allmählich werden diese Meldungen lächerlich.
Jede Woche sind sind sie anders.
Mal kein Wachstum, mal ein bißchen Wachstum also, diese ganzen "Experten" in den diversen Instituten haben Langeweile und müssen halt immer mal ein bißchen Papier füllen
Gestern erst war zu lesen, dass gerade in der Automobilbranche verstärkt Kurzarbeit kommt
Ich habe so das Gefühl, diese ganzen Meldungen dienen nur der Volksberuhigung

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×