Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.10.2013

12:42 Uhr

Herbstprognose

Bundesregierung rechnet mit kräftigem Aufschwung

Die Bundesregierung hinterlässt ein „gut bestelltes Feld“, meint der scheidende Wirtschaftsminister Rösler. Für 2014 erwartet er ein Wachstum von 1,7 Prozent. Auf einem anderen Feld soll es einen neuen Rekord geben.

1,7 Prozent für 2014

Bundesregierung erhöht Wachstumsprognose

1,7 Prozent für 2014: Bundesregierung erhöht Wachstumsprognose

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

BerlinDie Bundesregierung sieht die deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs. Der Bund hob deshalb seine Prognose für die Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von bisher 1,6 Prozent auf 1,7 Prozent leicht an. „Die wirtschaftliche Dynamik wird sich im nächsten Jahr deutlich beschleunigen“, sagte der amtierende Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) am Mittwoch bei der Vorlage der neuen Konjunkturprognose.

Es war das letzte Mal, dass Rösler als zuständiger Ressortchef die offizielle Konjunkturprognose erläutert. Die FDP ist nach ihrem Wahldesaster nicht mehr im Bundestag vertreten. Der 40-jährige Rösler gab den Parteivorsitz auf. Die fünf FDP-Minister bleiben aber bis zur Bildung einer neuen Regierung geschäftsführend im Amt.

Rösler betonte, neben Wirtschaft und Arbeitnehmern habe auch die abgewählte schwarz-gelbe Regierung ihren Beitrag für die Erholung der Konjunktur geleistet. „Sie hat die Rahmenbedingungen so gesetzt, dass Unternehmen und Arbeit entlastet wurden, zum Beispiel bei Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen.“

Herbstgutachten: Euro-Krise könnte wieder aufflammen

Herbstgutachten

Euro-Krise könnte wieder aufflammen

Irland will den Rettungsschirm schnellstmöglich verlassen, doch die führenden Forschungsinstitute sind nicht bei allen Euro-Sorgenkindern so zuversichtlich. Ein Wiederaufleben der Krise könne nicht ausgeschlossen werden.

Der Arbeitsmarkt sei für mehr Zuwanderung ausländischer Experten geöffnet sowie der Bundeshaushalt nahezu ausgeglichen worden. Außerdem habe Schwarz-Gelb in der Euro-Schuldenkrise erfolgreich „Solidarität mit den notwendigen Reformen“ verbunden. „Die jetzige Bundesregierung hinterlässt somit ein gut bestelltes Feld“, meinte Rösler mit Blick auf die Verhandlungen von Union und SPD über die Bildung einer großen Koalition.

Tragende Säule des Wachstums sei die gute Binnenkonjunktur. „Beschäftigung und Einkommen steigen weiter spürbar an und stärken den privaten Konsum“, sagte Rösler. Der Aufschwung kommt dabei im Geldbeutel der Arbeitnehmer an. Die verfügbaren Einkommen sollen in diesem Jahr um 2,1 Prozent und im nächsten Jahr um 2,9 Prozent erneut zulegen. Die Reallöhne sind seit 2009 Jahr für Jahr angestiegen.

Der Wirtschaftsaufschwung sorgt zudem weiter für Rekordbeschäftigung. Im nächsten Jahr werden laut Regierung durchschnittlich rund 42 Millionen Menschen erwerbstätig sein. Das wäre ein historischer Höchststand. Bereits im vergangenen Jahr waren mit 41,6 Millionen so viele Menschen wie noch nie beschäftigt. Die Arbeitslosigkeit soll in beiden Jahren im Schnitt unter der Drei-Millionen-Marke bleiben. Die Arbeitslosenquote werde 2013 im Schnitt bei 6,9 Prozent liegen, im Jahr darauf leicht auf 6,8 Prozent sinken.

Von

dpa

Kommentare (4)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

HofmannM

23.10.2013, 13:39 Uhr

Man merkt, dass die Europawahl vor der Tür steht. Die Bundestagsparteien Lügen das sich das Wirtschaftwachstum biegt und fälschen Statistiken besser als jeder Krimineller.
Das Stimmvieh (Wähler der Bundestagsparteien) müssen schließlich für die Europawahl bei der Stange gehalten werden.

Lungomolch

23.10.2013, 14:51 Uhr

Den Aufschwung gibt es nur auf dem Papier. Im Schönrechnen sind die Euro-Retter Weltmeister. Durch die Euro-Subventionierung von Nord nach Süd geht die Motivation verloren. Die Geber denken: "Warum sollen wir uns anstrengen, wenn unser Geld nach Süden wandert?" Die Nehmer denken: "Warum sollen wir uns anstrengen, wenn andere für uns bezahlen?" Europa bleibt auf dem absteigenden Ast, solange keine Alternative für die jetzige Euro-Rettung gefunden wird.

rofell

23.10.2013, 15:57 Uhr

Das Feld war so bürgernah bestellt, dass die FDP in die Hölle geschickt wurde. Es freut mich außerordentlich, weil diese FDP ihre Seele der Freiheit und Demokratie an Merkel und die EU verkauft hat. Jetzt muss sie schmoren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×