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04.09.2014

08:53 Uhr

Höhere Nachfrage im Ausland

Riesen-Auftragsplus für Industrie

Deutsche Maschinen und Fahrzeuge waren im Juli gefragt wie lange nicht mehr: Die Industrie verbuchte fast fünf Prozent mehr Aufträge – vor allem aus nicht EU-Ländern. Rezessions-Sorgen scheinen vorerst unbegründet.

Omnibus-Getriebebau bei ZF Friedrichshafen: Die Industrie verbuchte im Juli ein deutliches Auftragsplus. dpa

Omnibus-Getriebebau bei ZF Friedrichshafen: Die Industrie verbuchte im Juli ein deutliches Auftragsplus.

BerlinDer kräftigste Anstieg der Industrieaufträge seit mehr als einem Jahr dämpft die Sorge vor einer Rezession in Deutschland. Die Bestellungen zogen im Juli um 4,6 Prozent zum Vormonat an, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Donnerstag mit. Das ist mehr als dreimal so stark wie von Ökonomen vorhergesagt und der stärkste Zuwachs bei den Auftragseingängen seit mehr als einem Jahr. Zudem fiel der Rückgang im Juni mit revidiert 2,7 Prozent schwächer als aus zunächst mit 3,2 Prozent gemeldet.

„Nach der Verunsicherung der Wirtschaft durch die geopolitischen Entwicklungen und der konjunkturellen Abschwächung im zweiten Quartal liefert der kräftige Anstieg der Bestelltätigkeit ein ermutigendes Signal für die Industriekonjunktur“, erklärte das Ministerium. Im Frühjahr war das Bruttoinlandsprodukt überraschend um 0,2 Prozent und damit erstmals seit gut einem Jahr geschrumpft. Bei zwei Minus-Quartalen in Folge wird von einer Rezession gesprochen.

Für die kräftige Erholung zu Beginn der zweiten Jahreshälfte sorgten vor allem außergewöhnlich viele Großaufträge. „Aber auch unter Herausrechnung der Großaufträge entwickelte sich die Bestelltätigkeit in den letzten beiden Monaten erfreulich positiv“, so das Ministerium. Die Nachfrage aus dem Ausland zog im Juli um 6,9 Prozent an, was vor allem steigenden Bestellungen aus den nicht zur Euro-Zone gehörenden Ländern zu verdanken ist. Die Inlandsaufträge wuchsen um 1,7 Prozent.

Besonders deutlich kletterte die Nachfrage nach Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen. Hier gab es ein Plus von 8,5 Prozent. Die Nachfrage nach Konsumgütern schrumpfte dagegen um 2,9 Prozent, die nach Vorleistungsgütern wie Chemikalien legte leicht um 0,3 Prozent zu.

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