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19.03.2014

14:24 Uhr

Hohe Energieimporte

Japan meldet erneut Handelsdefizit

Japan verzeichnet erneut ein Handelsdefizit, den 20. Monat in Folge. Grund dafür sind der schwache Yen und Kosten für den Import von Öl und Gas. Seit Fukushima 2011 ist Japan besonders von Energieimporten abhängig.

Das massive Handelsdefizit erklärt sich aus der Schwäche des Yen. Reuters

Das massive Handelsdefizit erklärt sich aus der Schwäche des Yen.

TokioJapan hat den 20. Monat in Folge ein Handelsdefizit verzeichnet. Wie die Regierung am Mittwoch auf Basis aktueller Daten mitteilte, betrug das Minus zwischen Einfuhren und Ausfuhren im Februar 800,3 Milliarden Yen (rund sechs Milliarden Euro). Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht das einem Anstieg um 3,5 Prozent. Im Vormonat Januar hatten die Importe allerdings zu einem noch wesentlich höheren Defizit von umgerechnet 20 Milliarden Euro geführt.

Das massive Defizit erklärt sich aus der Schwäche des Yen und aus den Kosten für den Import von Öl und Gas. Nach der Atomkatastrophe von Fukushima im März 2011 hängt das ressourcenarme Japan in besonders hohem Maße von Energieimporten ab. Denn als Folge von Fukushima nahm das Land alle 48 Reaktoren vom Netz. Damit schmälert sich schon seit Monaten der Effekt der exportierten Güter.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Die Importe legten im Februar im Vergleich zum Vorjahresmonat um neun Prozent auf 6,6 Billionen Yen zu, die Exporten stiegen um fast zehn Prozent auf 5,8 Billionen Yen. Das Finanzministerium teilte ferner mit, im Windschatten der anziehenden Konjunktur seien im Februar mehr Computerchips und elektronische Güter eingeführt worden.

Die Phase des seit 20 Monaten anhaltenden Handelsdefizits ist die längste, seit das Finanzamt 1979 mit dieser Statistik begann.

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