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20.01.2005

16:28 Uhr

Hohe Exportwerte sind auch auf hohen Eurokurs zurückzuführen

Ifo: Deutschland mit Dienstleistungen nur an zweiter Stelle

Deutschland hat im vergangenen Jahr Schätzungen des Ifo-Instituts zufolge weniger exportiert als die USA, wenn man nicht nur Waren, sondern auch Dienstleistungen mit einrechnet.

HB MÜNCHEN. „Nach einer Hochrechnung der Dezember-Werte durch das Ifo-Institut dürfte der Dienstleistungsexport Deutschlands im Jahr 2004 etwa 137 Milliarden US-Dollar und jener der USA etwa 338 Milliarden US-Dollar betragen haben“, teilte das Institut am Donnerstag mit. Der deutsche Gesamtexport belaufe sich damit auf 1046 Milliarden Dollar und damit rund 8 Prozent weniger als die US-Exporte mit insgesamt 1139 Milliarden Dollar. „Wie schon im Jahr 2003 ist Deutschland damit abermals Vizeweltmeister beim Export.“ Wenn dagegen einzig die Waren-Ausfuhren berücksichtigt werden, hat Deutschland im vorigen Jahr mehr exportiert als jedes andere Land.

Zudem sei ein großer Teil des vergleichsweise hohen deutschen Exportwertes auf „eine temporäre Überbewertung des Euro“ zurückzuführen, teilte das Münchner Institut für Wirtschaftsforschung (Ifo) weiter mit. Der durchschnittliche Euro-Kurs betrug im vergangenen Jahr etwa 1,24 Dollar, die OECD Kaufkraftparität belaufe sich jedoch nur auf 1,06 Dollar.

„Bewertet man die deutschen Exporte zur Kaufkraftparität, betrug ihr Wert im Jahr 2004 zirca 893 Milliarden Dollar und lag damit nicht um 8 Prozent, sondern um 22 Prozent hinter dem Wert des US-Exportes“, erklärten die Forscher.

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