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08.10.2013

08:23 Uhr

HSBC-Studie

Welthandel vervierfacht sich bis 2030

ExklusivDas Wachstum des Welthandels wird deutlich anziehen. Das ist eines der Ergebnisse einer Studie von britischen Ökonomen. Vor allem Asiens Bedarf nach einer besseren Infrastruktur wird zum Hauptmotor der Globalisierung.

Hafenterminal in Singapur: In Asien sind bis zu acht Prozent Wachstum möglich. Reuters

Hafenterminal in Singapur: In Asien sind bis zu acht Prozent Wachstum möglich.

DüsseldorfDer weltweite Warenhandel wird sich bis zum Jahre 2030 fast vervierfachen – und damit wieder deutlich schneller wachsen als zuletzt. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle „Global Connections Report“, den die britische Großbank HSBC regelmäßig gemeinsam mit den Forschern von Oxford Economics erstellt und der dem Handelsblatt exklusiv vorliegt.

Angetrieben wird der Exportboom demnach von der explodierenden Nachfrage der Schwellenländer nach besserer Infrastruktur: Weil vor allem in Asien die Verkehrswege und Versorgungsnetze an ihre Grenzen stoßen, sind im Infrastrukturgeschäft künftig mit weltweiten Exportzuwächsen von knapp zehn Prozent pro Jahr zu erwarten. So schätzen die Oxforder Experten den Bedarf in Asien auf mehr als zehn Billionen Dollar.

Für die spezialisierte deutsche Exportwirtschaft bietet der Infrastruktur-Boom große Chancen, so die Studien-Autoren, schließlich machen die entsprechenden Produkte bereits rund die Hälfte der deutschen Ausfuhren aus. „Die Rohprodukte für neue Infrastruktur – wenn es etwa um Straßenteer und Eisenbahnschienen geht– können die Schwellenländer zwar längst selber herstellen“, sagt Martin Vetter-Diez von HSBC Deutschland, doch die dazu gehörige Technik komme oft aus Deutschland: Kläranlagen für die Wasserversorgung, Signaltechnik für neue Zugstrecken oder auch Rolltreppensysteme für die vielen neu geplanten Flughäfen. Der Anteil der Infrastruktur-Produkte an den Gesamtexporten dürfte demnach auch in Deutschland deutlich steigen.

Insgesamt rechnet Oxford Economics damit, dass die deutschen Ausfuhren bis 2015 eher schwach zulegen werden – auch wenn die Exportwirtschaft derzeit wieder deutlich optimistischer in die Zukunft blickt als noch im Frühjahr, wie eine HSBC-Umfrage unter knapp 6.000 deutschen Unternehmen zeigt.

Ab 2016 dann halten die Forscher aber wieder jährliche Exportwachstumsraten von vier Prozent und mehr für denkbar. Im Asien-Handel könnten demnach sogar fast acht Prozent möglich sein. „China steht an der Schwelle zur Konsum-getriebenen Ökonomie“, meint Vetter-Diez. Andere Länder wie Indien, Indonesien oder Vietnam seien zwar noch nicht so weit, doch bessere Infrastruktur bräuchten auch sie.

Am Dienstag hat das Statistischen Bundesamt die Zahlen für August vorgelegt. Die deutschen Exporteure haben demnach mehr ein Prozent mehr Güter als im Vormonat ausgeführt. Damit wurde der Rückgang vom Juli in etwa ausgeglichen. Die Einfuhren erhöhten sich von Juli auf August um 0,4 Prozent. Bankvolkswirte hatten mit einem Exportzuwachs um 1,1 Prozent und einem Importplus von 0,7 Prozent gerechnet.

Im Jahresvergleich lagen beide Werte indes im roten Bereich. Die Ausfuhren sanken gegenüber August 2012 um 5,4 Prozent, die Einfuhren verringerten sich um 2,2 Prozent. Die Handelsbilanz wies einen Exportüberschuss von 13,1 Milliarden Euro aus. Das waren 3,2 Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor.

Von

hmü

Kommentare (4)

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Account gelöscht!

07.10.2013, 17:56 Uhr

Super. Was meint denn das Klima dazu?

Account gelöscht!

07.10.2013, 18:03 Uhr

Vervierfachung, meint der Vorsitzende des Transportgewerbeverbandes. Logo!

Die Kapazitäten bei den Containerschiffen und Bulkern sind ja schon lange vorhanden .... und bescheren den Schiffsfinanzierern "tolle" Abschlüsse ;-)

Tabu

08.10.2013, 10:00 Uhr

Die Rohprodukte für neue Infrastruktur – wenn es etwa um Straßenteer geht können die Schwellenländer längst selber herstellen“doch die dazu gehörige Technik komme oft aus Deutschland
--------
Wohlstand für alle...teeren wir den Planeten zu.
Auf das die Tiertransporte besser,weiter
schneller rollen.
Vermüllen wir die Gewässer weiter mit Kunstoff.

Die Meeresbewohner auszurotten,wird uns auf die
ein oder andere Weise schon gelingen.

Unser übersättigter Markt,sucht in den entferntesten
und vielleicht noch stabilen Ökokulturen nach Abnehmer.
Geht ja nicht an,das noch nicht alle ein Auto,keine
Medien,kein Internet nutzen..einfacher gesagt,keine
Müllberge produzieren.

Hauptsache der Handel vervierfacht sich,egal wie,
egal wo,egal mit was.

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