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21.01.2004

14:20 Uhr

HWWA: Aufschwung festigt sich

Experten erwarten Schub für die Weltwirtschaft

Der Welthandel wird nach Einschätzung des Hamburgischen Welt Wirtschafts-Archivs (HWWA) in diesem Jahr um „reichlich acht Prozent“ zulegen.

HB HAMBURG. Die Konjunkturforscher begründen ihre optimistische Prognose mit dem Aufschwung der Weltwirtschaft, der sich im laufenden Jahr festigen werde. Die Produktion in den Industrie- und Schwellenländern werde insgesamt um knapp 3,5 Prozent zunehmen, heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht des HWWA.

Das Wachstum der Weltwirtschaft könnte sogar noch höher ausfallen, falls die niedrigen Zinsen angesichts der Umstrukturierung in Firmen und Banken überraschend kräftig wirkten. „Zudem könnte die sich festigende Konjunktur wechselseitig stärker aufschaukeln“, schreiben die Forscher.

Auch die stellvertretende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Anne Krueger, geht davon aus, dass die Weltwirtschaft schneller wachsen könnte als erwartet. Die Abwärtsrisiken für die Konjunktur hätten sich in den jüngsten Monaten verringert, sagte Krueger auf einem Seminar in der indischen Stadt Pune. Der Protektionismus und ein Scheitern der Doha-Runde zur Liberalisierung des Welthandels seien aber nach wie vor ernste Risikofaktoren.

Der IWF hatte in seinem Halbjahresbericht im September für 2004 ein Wachstum der Weltwirtschaft um 4,1 Prozent prognostiziert. Die nächste IWF-Prognose, in der frühere Schätzungen überprüft werden, ist im April zu erwarten.

Für die Euro-Zone, wo die Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent zugelegt hatte, prognostizieren die Konjunkturforscher des HWWA für 2004 ein Wachstum von 1,9 Prozent. In den USA werde sich das Wachstum auf 4,5 von 3,1 Prozent beschleunigen.

Allerdings stelle insbesondere das hohe Defizit der amerikanischen Leistungsbilanz „einen erheblichen Risikofaktor dar“, heißt es in dem Bericht. Ein Bremsen der Nachfrage zur Reduzierung der Importe komme für die USA aus konjunkturpolitischen Gründen nicht in Frage. Der wichtigste Mechanismus für den Abbau dieses Ungleichgewichts sei daher eine Abwertung des Dollars.

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