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23.08.2012

13:48 Uhr

IAB-Studie

Im Osten haben Arbeitslose bessere Jobchancen

Ostdeutsche Betriebe stellen eher Arbeitslose ein als westdeutsche. Jeder zweite neue Angestellte im Osten hatte zuvor keinen Job. Im Westen war es nur jeder Dritte – dort gibt es allerdings auch weniger Erwerbslose.

Arbeitssuchende in Dresden: Ihre Aussichten auf eine Neueinstellung stehen besser als die ihrer Leidensgenossen im Westen. ap

Arbeitssuchende in Dresden: Ihre Aussichten auf eine Neueinstellung stehen besser als die ihrer Leidensgenossen im Westen.

BerlinOstdeutsche Betriebe greifen bei Neueinstellungen eher auf Arbeitslose zurück als Unternehmen im Westen. Im Osten war die Hälfte aller im vorigen Jahr neueingestellten Beschäftigten vorher arbeitslos, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht. Im Westen kamen Arbeitslose nur bei jeder dritten Stelle (36 Prozent) zum Zug. Allerdings gibt es im Osten auch weitaus mehr Arbeitslose für jeden offenen Job. Während in Westdeutschland auf eine sofort zu besetzende Stelle 2,8 Arbeitslose kamen, waren es im Osten 8,2 Erwerbslose.

Mit dem Aufschwung und der guten Arbeitsmarktlage im vorigen Jahr sank das Zahlenverhältnis von Arbeitslosen und offenen Stellen im Bundesdurchschnitt auf 3,2 und damit auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren. Insgesamt wurden dem Forschungsinstitut der Bundesagentur für Arbeit (BA) zufolge 5,4 Millionen Stellen erfolgreich besetzt.

Die Personalsuche betreiben die Unternehmen demnach am erfolgreichsten über eigene Mitarbeiter und persönliche Kontakte sowie extern über Inserate in Zeitungen und Zeitschriften. Bei den externen Suchwegen liege die Erfolgsquote für Inserate bei 50 Prozent, bei der Auswahl aus Initiativbewerbungen bei 40 Prozent und für die private Arbeitsvermittlung bei 37 Prozent. Die Einschaltung der Arbeitsagentur folgt nur auf Platz vier. Sie führte in 30 Prozent der Fälle zum Erfolg. Die Behörde wird aber auch viermal so häufig (43 Prozent) wie die privaten Vermittler (elf Prozent) bei der Stellenbesetzung eingeschaltet.

Von

rtr

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