Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.12.2016

11:27 Uhr

Ifo-Geschäftsklimaindex

Deutsche Wirtschaft mit starkem Jahresendspurt

Zum Jahresende steigt der Ifo-Geschäftsklimaindex auf seinen höchsten Wert seit zwei Jahren. Viele Firmenchefs glauben an einen guten Start in 2017. Besonders im Großhandel ist die Stimmung gut.

Ifo-Geschäftsklimaindex

Deutsche Wirtschaft: Mit Rückenwind ins neue Jahr

Ifo-Geschäftsklimaindex: Deutsche Wirtschaft: Mit Rückenwind ins neue Jahr

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

BerlinDie Stimmung deutscher Firmenchefs hat sich zum Jahresausklang verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Dezember auf 111,0 Punkte nach 110,4 Zählern im Vormonat und erreichte damit den höchsten Stand seit fast zwei Jahren, wie die Münchner Forscher am Montag zu ihrer Umfrage unter rund 7000 Managern mitteilten.

Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem leichten Anstieg auf 110,7 Punkte gerechnet. „Die deutsche Wirtschaft legt einen Jahresendspurt hin“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest. Die Führungskräfte beurteilten sowohl ihre Geschäftslage als auch die Aussichten für die kommenden sechs Monate besser.

Preisentwicklung: Ifo rechnet mit Rückkehr der Inflation

Preisentwicklung

Ifo rechnet mit Rückkehr der Inflation

Das Münchener Ifo-Institut erwartet 2017 in Deutschland eine Teuerungsrate von 1,5 Prozent. Der Überschuss im Staatshaushalt dürfte wegen der Ausgaben für Flüchtlinge deutlich zurückgehen.

Bei der Industrie ging es bergauf. „Dementsprechend wollen mehr Unternehmen die Produktion in den kommenden Monaten anheben.“ Im Großhandel verbesserte sich das Geschäftsklima auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren. Im Einzelhandel blieb der Index unverändert auf hohem Niveau. „Das Bauhauptgewerbe setzt seine Rekordjagd fort“, betonte Fuest. „Den Baufirmen ging es seit der Wiedervereinigung noch nie so gut.“ Der Bauboom dürfte sich in den nächsten Monaten fortsetzen.

Die deutsche Wirtschaft hatte in den Sommermonaten an Schwung verloren. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs von Juli bis September nur noch um 0,2 Prozent, nachdem es zu Jahresanfang noch 0,7 und im Frühjahr 0,4 Prozent waren. Zuletzt gab es aber Signale für einen Endspurt zum Jahresende.

„Die Konjunktursymphonie schließt 2016 mit einem Akkord in Dur“, sagte KfW-Chefökonom Jörg Zeuner. Auch Helaba-Experte Ralf Umlauf äußerte sich zuversichtlich: „Die deutsche Wirtschaft dürfte mit Schwung ins Jahr 2017 starten.“

Tag an den Börsen

Ifo-Index klettert rauf - Spekulationen beflügeln Air Berlin

Tag an den Börsen: Ifo-Index klettert rauf - Spekulationen beflügeln Air Berlin

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Im nächsten Jahr könnten allerdings die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union über einen EU-Austritt für Unsicherheit und weniger Investitionen sorgen. Zudem befürchten Experten Auswirkungen auf den Export, sollte der designierte US-Präsident Donald Trump den Freihandel einschränken und den US-Markt abschotten. „Man darf die erheblichen politischen Risiken auf globaler Ebene nicht aus den Augen verlieren“, warnte Zeuner.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

19.12.2016, 13:15 Uhr

Mit der Stimmung und den Statistiken ist es immer so eine Sache....eine Sache des Standpunktes vor allen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×