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27.01.2014

10:03 Uhr

Ifo-Geschäftsklimaindex

Deutsche Wirtschaft startet optimistisch ins neue Jahr

Die deutsche Wirtschaft hat einen guten Jahresauftakt erwischt: Die Stimmung in den Unternehmen hat sich zum Jahresstart weiter verbessert – und zwar deutlich. Die Aussichten für 2014 gehen nach oben.

Gute Wetterlage für die Wirtschaft: Der Ifo-Geschäftsklimaindex steigt. ap

Gute Wetterlage für die Wirtschaft: Der Ifo-Geschäftsklimaindex steigt.

Die deutschen Unternehmen sind mit Zuversicht ins neue Jahr gestartet. Wie erwartet legte der Ifo-Geschäftsklimaindex im Januar zu und stieg überraschend deutlich von 109,5 auf 110,6 Punkte, wie das Ifo Institut am Montag in München mitteilte. Das wichtigste Stimmungsbarometer der deutsche Wirtschaft kletterte damit auf den höchsten Stand seit etwa zweieinhalb Jahren.

„Die Erwartungen an den weiteren Geschäftsverlauf waren fast drei Jahre lang nicht mehr so optimistisch wie heute. Die deutsche Wirtschaft startet hoffnungsfroh ins neue Jahr“, sagte Ifo-Präsident Hans Werner Sinn. Fachleute hatten mit einem Plus auf 110 Punkte gerechnet.

Der Index hält sich bereits seit März 2010 über der Marke von 100 Punkten. Den letzten kleinen Rückgang hatte der Index im Oktober vergangenen Jahres verzeichnet. Erst nach drei Veränderungen in eine Richtung sprechen Volkswirte von einer möglichen Trendwende. Der Ifo-Index wird monatlich durch die Befragung von rund 7000 Unternehmen ermittelt.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Auch die Bundesbank sieht die deutsche Wirtschaft im Aufwind. „Für das erste Vierteljahr 2014 zeichnet sich eine weitere Verstärkung des gesamtwirtschaftlichen Expansionstempos ab“, schrieb sie in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Grund dafür seien zunehmende Impulse aus der Industrie dank kräftig gestiegener Aufträge –„vor allem bei Vorleistungsgütern und in der Automobilindustrie“.

Bereits im vierten Quartal 2013 dürfte das Bruttoinlandsprodukt „recht kräftig gestiegen sein“, erklärten die Bundesbanker. Neben dem privaten Konsum dürfte auch die Auslandsnachfrage angezogen haben. „Die Industriekonjunktur erwies sich damit wieder als unterstützender Faktor für das Wirtschaftswachstum.“

Nach ersten Schätzungen des Statistischen Bundesamtes ist die Wirtschaft von Oktober bis Dezember um etwa ein Viertel Prozent gewachsen. Eine konkrete Schätzung folgt erst im Februar. Im Sommerquartal waren es noch 0,3 Prozent. Für das laufende erste Quartal sagen von Reuters befragte Ökonomen ein Plus von 0,4 Prozent voraus. Der Geschäftsklima-Index des Münchner Ifo-Instituts kletterte im Januar auf den höchsten Stand seit Mitte 2011 und signalisierte ebenfalls einen guten Jahresstart der heimischen Wirtschaft.

Kommentare (2)

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HofmannM

27.01.2014, 10:31 Uhr

Ich möchte mal wissen, was dieser ifo-Geschäftsklimaindex sein soll! Dieser Index ist doch schon längst zu einen POLITISCHEN INSTRUMENT DER BUNDESREGIERUNG ALA MERKEL-SCHÄUBLE VERKOMMEN!
Die deutsche Gesellschaft soll durch die Medien bei Laune gehalten werden, beim der weiternen Talfahrt des deutschen Wohlstand. Der deutsche Bürger muss immer mehr für den Erhalt seines privaten Wohlstands bzw. für die Lebenshaltungskosten in Deutschland aufwenden zu niedrigen Löhnen und Gehälter!

HaigerBurbach

27.01.2014, 11:45 Uhr

"Die Stimmung in den Unternehmen hat sich zum Jahresstart weiter verbessert – und zwar deutlich"

Das kann ich mir in der Tat gut vorstellen, jetzt wo noch mehr Freizügigkeit für Billigarbeitskräfte aus den entlegensten Winkeln der EU anberaumt wurde.
Nun verstehe ich auch endlich das Lieblingsmantra der Politiker "Einwanderung und Arbeitsmigration nutzen vor allem Deutschlan(s Unternehmen)" !
Wie haben Sie, wertes HB, weiter oben gerade so zutreffend geschrieben: (Nicht nur) Die Heizkosten steigen schneller als die Löhne.
Na, klappt doch alles nach Plan: Entreicherung, Globalisierungsdruck und Entrechtung fürs gemeine Volk und Prunk, Protz und Oppositionslosigkeit für Hochfinanz, Großkonzerne, NGOs und Politik.

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