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25.03.2014

09:58 Uhr

Ifo-Index fällt

Krim-Krise trübt die Stimmung der Wirtschaft

Der Ifo-Index gibt im März leicht nach. Führungskräfte der Unternehmen beurteilen die Aussichten für die kommenden Monate pessimistischer. Gründe sind die Krim-Krise und die Probleme der Schwellenländer.

Ein Stopfensetzer in einem Stahlwerk: Der Ifo-Index gibt im März leicht nach. dapd

Ein Stopfensetzer in einem Stahlwerk: Der Ifo-Index gibt im März leicht nach.

Die Krim-Krise drückt auf die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft. Das Barometer für das Geschäftsklima sank im März auf 110,7 von 111,3 Punkten im Februar, wie das Ifo-Institut am Dienstag zu seiner Umfrage unter rund 7000 Managern mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem Rückgang auf 111,0 Zähler gerechnet. "Die Krise der Schwellenländer und die Ereignisse auf der Krim zeigen ihre Wirkung", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Zuvor war das Barometer vier Mal in Folge gestiegen.

Die Aussichten für die kommenden sechs Monate beurteilten die Führungskräfte pessimistischer. Dieses Barometer fiel um knapp zwei auf 106,4 Punkte. Das Barometer für die aktuelle Lage stieg um 0,8 Zähler auf 115,2 auf Punkte. Die deutsche Wirtschaft hatte zuletzt angesichts der Krim-Krise vor einer Sanktionsspirale mit Russland gewarnt.

„Es fällt auf, dass die Unternehmen ihre Erwartungen deutlich heruntergeschraubt haben, ihre aktuelle Lage aber deutlich besser einschätzen,“ sagt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Auf den Erwartungen lasteten vermutlich die Krim-Krise und die allgemeinen Sorge um die deutschen Märkte, vor allem China.

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Aus Sicht des Chefvolkswirts der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Jörg Zeuner, sind die bisherigen Auswirkungen der Krim-Krise allerdings überschaubar. „Die Unternehmen sehen mit Augenmaß auf die Krim-Krise, wie das nur leicht gesunkene Geschäftsklima zeigt,“ sagte er. Ohne umfassende Wirtschaftssanktionen gegen Russland bleibe der Rückgang vorübergehend und die deutsche Wirtschaft wachse um rund zwei Prozent in diesem Jahr, solange das geld- und währungspolitische Umfeld stabil bleibe.

Kommentare (1)

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25.03.2014, 10:27 Uhr

Grund ist nicht die "Krim-Krise", sondern die Kriegs- und Sanktionsrhetorik der EU und der USA!

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