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22.02.2013

10:05 Uhr

Ifo-Index legt kräftig zu

Deutsche Wirtschaft wieder auf Wachstumskurs

Das Abflauen der Euro-Krise macht sich in der Stimmung der Unternehmen bemerkbar. Nach einem schwachen Winterquartal stehen die Zeichen für die deutsche Wirtschaft nun wieder auf Wachstum.

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft verbessern sich deutlich. Nach einem schwachen Quartal könnte es bald aufwärts gehen. dapd

Die Aussichten für die deutsche Wirtschaft verbessern sich deutlich. Nach einem schwachen Quartal könnte es bald aufwärts gehen.

MünchenDie Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar weiter deutlich verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg überraschend stark von 104,3 auf 107,4 Punkte, wie das Ifo-Institut am Freitag in München mitteilte. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sagte am Freitag in München: „Die deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf.“

Die befragten Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftsaussichten für das nächste halbe Jahr besser. „Mit Blick auf den künftigen Geschäftsverlauf breitet sich der Optimismus weiter aus“, sagte Sinn. „Auch die Exporterwartungen sind weiter gestiegen und liegen nun über ihrem langfristigen Durchschnitt.“

Konjunkturprognosen der vergangenen Monate

DIHK

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) geht von einem Wachstum von 0,3 Prozent aus. Bislang waren 0,7 Prozent erwartet worden. "Der Aufschwung in Deutschland ist vorerst verschoben", sagte Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. "Die Unternehmen schätzen ihre Lage deutlich schlechter ein als zu Beginn des Jahres." Für 2014 geht das DIHK von einem Wachstum von mehr als einem Prozent aus.

BDI

Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, rechnet mit robustem Wachstum von bis zu 0,8 Prozent. Er ist damit weit optimistischer als die Bundesregierung.

Bundesregierung

Die Bundesregierung geht für 2013 von einem Wachstum von 0,4 Prozent aus.

Sachverständigenrat

Genau wie die Bundesregierung rechneten auch die "fünf Weisen" aus dem Sachverständigenrat zuletzt mit einem Wachstum von 0,8 Prozent. Wegen des starken Einbruchs im vierten Quartal 2012 haben sie den Wert jedoch auf 0,3 Prozent mehr als halbiert.

RWI

Das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung rechnet für 2013 mit einem Wachstum von 0,3 Prozent. Im Vergleich zur Herbstprognose wurde die Schätzung um 0,7 Punkte zurückgenommen.

Internationaler Währungsfonds

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt für 2013 ein Plus von 0,3 Prozent voraus. Im Oktober 2012 war er für 2013 noch von einem Wachstum von 0,9 Prozent ausgegangen.

EU-Kommission

Zum Lager der Optimisten gehört die EU-Kommission. Für Deutschland erwartet sie 2013 ein Wachstum von 0,5 Prozent. Das ist besser als die Erwartung für den Euroraum. Hier rechnet sie sogar mit einem Rückgang von 0,3 Prozent. Grund für die langsame Entwicklung sind die schlechte Binnennachfrage einiger Länder und große konjunkturelle Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedstaaten.

Bundesbank

Die Deutsche Bundesbank rechnet in ihrem Monatsbericht vom Dezember für 2013 mit einem Wachstum von 0,4 Prozent. 2014 soll dies auf 1,9 Prozent steigen.

DIW

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet für 2013 mit einem Wachstum von 0,7 Prozent. Damit hat es seine Erwartungen nach unten korrigiert. Zuvor war es von einem Plus von 0,9 Prozent ausgegangen. Für 2014 rechnet das DIW mit einem Wachstum von 1,6 Prozent.

Ifo-Institut

Das Münchner Ifo-Institut geht für 2013 von einem Wachstum von 0,7 Prozent aus. Die Spanne der Schätzung reicht von minus 0,6 bis plus 2,0 Prozent.

Das wichtigste deutsche Konjunkturbarometer ist seit November in Folge gestiegen. Die Bauunternehmen, bei denen es schon bisher hervorragend lief, zeigten sich noch einmal deutlich optimistischer für die nächsten Monate - der Teilindex kletterte auf den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung.

Auch die Großhändler zeigten sich zufriedener. Im Einzelhandel blieb das Geschäftsklima unverändert. Für den ifo-Geschäftsklimaindex befragen die Konjunkturforscher jeden Monat rund 7000 Unternehmen.

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Damit mehren sich die Zeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft wieder stärker wächst. Der ZEW- Index für die Stimmung unter den Investoren in Deutschland, der die wirtschaftliche Entwicklung der nächsten sechs Monate vorhersagen soll, ist im Februar auf den höchsten Stand seit annähernd drei Jahren geklettert. Der DAX hat in den vergangenen drei Monaten etwa zehn Prozent zugelegt.

“Frühe Indikatoren sprechen dafür, dass sich die deutsche Wirtschaft in einem recht verlässlichen Aufwärtstrend befindet und dass das Momentum zurückkehrt”, sagt Jens Kramer, ein Volkswirt der NordLB. “Wir könnten im ersten Quartal ein respektables Wachstum sehen.”

Kommentare (18)

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Account gelöscht!

22.02.2013, 10:10 Uhr

Dann könnend ie anderen Werte ja wieder künstlich hochgehen....Sorry das ist alles nur noch krank.

HofmannM

22.02.2013, 10:21 Uhr

Bei künstlich politisch gewollten Strom-Energiepreise gibt es kein Wachstum!
Der Bürger muss immer mehr für Energie/Strom in Form von Abgaben und Steuern zahlen und damit bleibt ihm immer weniger für den Konsum übrig. Die subventionierten Erneurbaren Energieplätze werden immer mehr zur Arbeitslosenerzeuger. Die Insolvenzen in der Photovoiltaik- und Windbranche sind bereits überfällig und werden diesen Jahr zum Tragen kommen.
Durch die Energiewende gehen mehr und mehr die wirtschaftlichen Zweige der deutschen Industriebranche verloren. Entweder die Unternehmen wie EON,RWE,Siemens,BWW usw. schrumpfen in Deutschland, wandern aus Deutschland ab oder gehen ganz in die Insolvenz.
Der deutsche Bürger muss immer mehr an den deutschen/europäischen Schuldenstaat abführen, da ist kein Spielraum für mehr Wachstum!!!

Hmmmmm

22.02.2013, 10:22 Uhr

Dämliche Grünschnäbel vielleicht?

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