Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

22.11.2013

10:03 Uhr

Ifo-Index steigt kräftig

Gute Aussichten für die deutsche Wirtschaft

Die Unternehmen blicken optimistischer in die Zukunft – vor allem die Baubranche. Deutschland profitiert aber auch von der Stabilisierung der Euro-Zone. Das Wachstum könnte zulegen.

Ein Bauarbeiter bei der Arbeit: Die Aussichten für die Branche haben sich deutlich verbessert. dpa

Ein Bauarbeiter bei der Arbeit: Die Aussichten für die Branche haben sich deutlich verbessert.

BerlinDie deutsche Wirtschaft geht mit großem Optimismus in den Jahresendspurt. Der Geschäftsklima-Index des Ifo-Instituts stieg im November überraschend deutlich auf 109,3 von 107,4 Punkten und erreichte den höchsten Stand seit April 2012, wie die Münchner Wirtschaftsforscher am Freitag mitteilten. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem leichten Anstieg auf 107,7 Zähler gerechnet. Die rund 7000 befragten Manager schätzen ihre Geschäftslage wieder besser ein als zuletzt und zeigen sich so zuversichtlich für die nächsten Monate wie seit Frühjahr 2011 nicht mehr.

Konjunkturindikatoren

ZEW-Konjunkturerwartungen

Der vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) herausgegebene Index beruht auf der Befragung von 350 Analysten und Finanzmarktexperten. Sie geben dabei ihre Einschätzung über die künftige Wirtschaftsentwicklung ab. Der Index zur mittelfristigen Konjunkturentwicklung ergibt sich aus der Differenz der positiven und negativen Erwartungen über die künftige Wirtschaftsentwicklung. Er wird zur Monatsmitte erhoben.

ifo-Index

Der international beachtete Index basiert auf einer Befragung von etwa 7000 Unternehmen aus Bau, Einzelhandel und Industrie. In einem Fragebogen beurteilen sie ihre gegenwärtige Geschäftslage sowie die Erwartungen für die Zukunft. Beide werden im Geschäftsklima zusammengefasst. Der Index ergibt sich aus dem Saldo der Antworten gut und schlecht.

Einkaufsmanagerindex

Wird von der britischen Forschergruppe Markit erhoben. Er beruht für Deutschland auf Umfragen unter Einkaufsmanagern von 500 repräsentativ ausgewählten deutschen Industrieunternehmen. Bestandteile des Index sind Auftragseingänge, Preise und Beschäftigung. Der Index hat einen relativ kurzen Vorlauf gegenüber der Produktion.

Geldmenge (M1)

Umfasst den Bargeldumlauf und die Sichteineinlagen, wie zum Beispiel Sparbücher. Da die in M1 enthaltenen Bestandteile direkt für Transaktionen zur Verfügung stehen, deutet ein Anstieg darauf hin, dass die Kaufbereitschaft der Konsumenten und Unternehmen steigt. Der Indikator hat einen Vorlauf von zwei bis drei Quartalen.

 

Baltic Dry Index (BDI)

Der BDI ist ein Preisindex für die Verschiffungskosten wichtiger Rohstoffe wie Stahl, Eisenerz, Kohle und Getreide auf Standardrouten. Er wird durch das Angebot an frei stehendem Schiffsladeraum und die Hafenkapazitäten beeinflusst. Da Rohstoffe als Vorprodukte am Anfang der Wertschöpfungskette stehen, ist der BDI ein guter Frühindikator für die Weltkonjunktur.

GfK-Konsumklimaindex

Der Index des Nürnberger Marktforschungsinstituts GfK prognostiziert die Veränderung der monatlichen privaten Konsumausgaben. Hierfür werden 2000 repräsentativ ausgewählte Personen nach ihren Einkommens- und Konjunkturerwartungen befragt.  

 

Das wichtigste Stimmungsbarometer für die deutsche Konjunktur war noch im Oktober nach fünf Anstiegen in Folge leicht gesunken. Nun hellte sich die Laune in den Chefetagen aber wieder auf.

Der Chefvolkswirt der KfW, Jörg Zeuner, wertet die Zahlen als Beleg dafür, dass die Unternehmen den leichten Rücksetzer im Vormonat auf beeindruckende Weise abgehakt hätten. „Die Binnennachfrage trägt schon seit geraumer Zeit, und inzwischen hellt sich auch das außenwirtschaftliche Umfeld merklich auf - darunter im Heimatmarkt Europa,“ sagte er. Auch im Einzelhandel und Großhandel verbessere sich die Stimmung. In der Baubranche sei das Barometer nach sieben Rückgängen wieder deutlich gestiegen.

Insgesamt beurteilten die Firmen ihre Geschäftslage wieder besser; hier stieg der Teilindex auf 112,2 Punkte von 111,3 Zählern und damit stärker als erwartet. Grund für die bessere Stimmung ist vor allem die größere Zuversicht. Die Erwartungskomponente kletterte überraschend auf 106,3 Zähler von 103,7 Punkten.

Die deutsche Wirtschaft war im Sommer um 0,3 Prozent gewachsen - angetrieben in erster Linie von der Binnenkonjunktur. Während die Exporte bremsten und der private Konsum fast stagnierte, sorgten Investitionen in Maschinen und Anlagen sowie am Bau für Schwung.

Von

rtr

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

angela-wendehals

22.11.2013, 10:59 Uhr

hallo Erika, du hast geschworen, Schaden vom deutschen Volk abzuhalten. Aber das war ein Meineid, wie man sieht.

Deutsche Unternehmen „massiv“ durch Wirtschaftsspionage bedroht

Michael Hange, Präsident des Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), hat deutsche Unternehmen vor einer "massiven Bedrohung" durch Wirtschaftsspionage und Sabotage gewarnt. Der hohe Einsatz finanzieller Mittel durch US-Dienste bedrohe Unternehmen, Behörden und Bürger, sagte er der „FAZ“.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×