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18.12.2014

10:42 Uhr

Ifo-Index

Unternehmer erwarten bessere Geschäfte

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Dezember weiter aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklima-Index steigt. Für das laufende Quartal ist die Stimmung allerdings verhaltener.

Ein Schweißer bei der Arbeit in einem Trockendock in Hamburg. dpa

Ein Schweißer bei der Arbeit in einem Trockendock in Hamburg.

MünchenWeiterer Stimmungsaufheller für die deutsche Wirtschaft: Der Ifo-Geschäftsklima-Index kletterte im Dezember um 0,8 auf 105,5 Punkte, wie das Münchner Ifo-Institut am Donnerstag zu seiner Umfrage unter 7000 Managern mitteilte. Es war der zweite Anstieg in Folge. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur 105,4 Zähler erwartet.

„Fallende Ölpreise und ein sinkender Eurokurs bescheren die deutsche Wirtschaft zur Weihnachtszeit“, sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn. Sein Institut sieht zunehmend positive Signale für die Konjunktur. „Die Anzeichen einer Trendwende mehren sich“, sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe.

In den vergangenen Monaten war der Ölpreis drastisch gesunken und hatte sich fast halbiert. Das dämpft die Energie- und Produktionskosten vieler Unternehmen. Zudem stützt es die Kaufkraft der Konsumenten, die etwa weniger für das Heizen oder Tanken ausgeben müssen. „Der Absturz des Ölpreises schiebt die Binnennachfrage stärker an als der Einbruch der russischen Wirtschaft die Exporte belastet“, sagte Ökonom Holger Sandte von der Nordea-Bank. „Der tiefere Ölpreis wird auch die Nachfrage bei wichtigen deutschen Handelspartnern wie etwa den USA und Frankreich beleben.“

Größte Volkswirtschaften 2013 - 2028

Rang 10

2013
Kanada
1,8 Billionen Dollar
2028
Kanada
3,7 Billionen Dollar
Quelle: CEBR. Angaben beziehen sich auf das geschätzte Bruttoinlandsprodukt

Rang 9

2013
Italien
2,1 Billionen Dollar
2028
Mexiko
3,7 Billionen Dollar

Rang 8

2013
Russland
2,1 Billionen Dollar
2028
Russland
4,1 Billionen Dollar

Rang 7

2013
Brasilien
2,2 Billionen Dollar
2028
Großbritannien
4,3 Billionen Dollar

Rang 6

2013
Großbritannien
2,65 Billionen Dollar
2028
Deutschland
4,3 Billionen Dollar

Rang 5

2013
Frankreich
2,7 Billionen Dollar
2028
Brasilien
5,1 Billionen Dollar

Rang 4

2013
Deutschland
3,6 Billionen Dollar
2028
Japan
6,4 Billionen Dollar

Rang 3

2013
Japan
5 Billionen Dollar
2028
Indien
6,6 Billionen Dollar

Rang 2

2013
China
8,9 Billionen Dollar
2028
USA
32,2 Billionen Dollar

Rang 1

2013
USA
16,7 Billionen Dollar
2028
China
33,5 Billionen Dollar

Die Führungskräfte beurteilten ihre Lage unverändert zum Vormonat, blickten aber zuversichtlicher auf das künftige Geschäft. Optimistischer zeigten sich vor allem Manager aus der Industrie. „Eine stützende Kraft bleibt der Export“, betonte Ifo-Chef Sinn. Auch im Großhandel hellte sich die Stimmung auf, während sich das Geschäftsklima im Einzelhandel und am Bau jeweils eintrübte.

Das Ifo-Institut rechnet für dieses und nächstes Jahr je mit einem Anstieg der Wirtschaftskraft in Deutschland von 1,5 Prozent. Als Risiko für die Konjunktur sehen Fachleute vor allem die jüngsten Turbulenzen in Russland. „Die sich in den letzten Tagen verschärfende Krise in Russland dürfte für weitere Verunsicherung bei den deutschen Unternehmen sorgen“, sagte KfW-Chefvolkswirt Jörg Zeuner.

Der starke Einbruch des Ölpreises hat die russische Wirtschaft zusammen mit den Sanktionen des Westens unter Druck gesetzt. Die Notenbank stemmte sich mit einer deutlichen Zinserhöhung gegen den Verfall des Rubel und die massive Kapitalflucht.

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