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13.11.2013

13:12 Uhr

Ifo-Index

Weltwirtschaftsklima so gut wie lange nicht

„Die Erholung der Weltkonjunktur rückt näher“, erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn, als sein Institut den Weltwirtschaftsklimaindex veröffentlichte. Dieser erreichte den höchsten Wert seit über zwei Jahren.

Der Präsident des Münchener Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn: An der Umfrage nehmen 1091 Experten aus 120 Ländern teil. dapd

Der Präsident des Münchener Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn: An der Umfrage nehmen 1091 Experten aus 120 Ländern teil.

MünchenDas Weltwirtschaftsklima ist nach Einschätzung des Ifo-Instituts so gut wie seit zweieinhalb Jahren nicht mehr. Das vierteljährlich ermittelte Barometer erreichte im Oktober den höchsten Wert seit zehn Quartalen, wie die Münchner Forscher am Mittwoch mitteilten. „Die Erholung der Weltkonjunktur rückt näher“, erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn. Der entsprechende Index kletterte auf 98,6 Punkte von zuvor 94,1 Zählern.

Die Erwartungen an die Wirtschaftsentwicklung in den kommenden sechs Monaten sind so hoch wie seit gut drei Jahren nicht mehr. Dieser Teil-Index legte kräftig zu und erreichte 112,3 Punkte. Vor einem Quartal waren es noch 105,3 Punkte. Die aktuelle Lage wird nach einer Delle im Sommer nun mit 84,1 Zählern wieder so eingeschätzt wie vor sechs Monaten.

In Asien legte der Indikator wieder zu und stieg über seinen 15-Jahres-Durchschnitt. Insbesondere in China sei die wirtschaftliche Zuversicht zurückgekehrt, so das Ifo-Institut. In Nordamerika versetzte der Haushaltsstreit der Stimmung einen Dämpfer. In Europa hellte sich das Wirtschaftsklima leicht auf.

An der Umfrage nahmen 1091 Experten aus 120 Ländern teil.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Pasodoble

13.11.2013, 14:07 Uhr

Der IFO-Geschäftsklimaindex beruht auf Befragungsbögen, die manche Firmen z.T. von nachgeordneten Mitarbeitern oder Praktikanten ausfüllen lassen. Die Abfrage von Erwartungen der zukünftigen Entwicklung eines Unternehmens ist wohl kaum ein objektiver Maßstab und vor allem keine Begründung dafür, dass sich tatsächlich eine Konjunkturerholung abzeichnen wird. Wie wahrheitsgemäß dort geantwortet wird ist m.E. auch eine Frage, wieviel ein Unternehmen an der Offenlegung strategischer Entwicklungen gelegen ist.

Da verwechselt Herr Sinn wohl subjektive Meinungen, die allenfalls tendenziell in diese Richtung zeigen, mit objektiven Tatbeständen. Die Aussage, dass alle positiv in die Zukunft schauen ist eben nicht dasselbe wie "die Zukunft IST rosig".

Außerdem insinuiert das Wort "Konjunkturerholung" eine stabile Entwicklung. Davon ist das labile und fragile Wirtschafts- und Finanzsystem meilenweit entfernt.
Warten mir mal ab, wie der IFO-Index ausfällt, wenn die nächste Finanzblase platzt.

Ein aktueller Stimmungsindex ist kein Gradmesser für die faktenbasierte Extrapolation, die z.B. auch Insolvenzen o.ä. berücksichtigt. Das Bevölkerungswachstum errechnet sich auch nicht nur aus der Geburtenzahl.

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