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01.03.2004

14:41 Uhr

Im Vergleich zum Vorjahr

Großhandelsumsätze gesunken

Unter Herausrechnung der Inflation (real) verbuchte der Großhandel im Januar 0,1 Prozent weniger Umsatz als im ersten Monat des Jahres 2003. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Der Branchenverband BGA sieht dies als Zeichen für eine weiterhin labile Wirtschaftslage in Deutschland.

HB WIESBADEN/BERLIN. Die konjunkturelle Erholung lässt somit in Deutschland noch auf sich warten, auch wenn die Großhändler saison- und kalenderbereinigt real 0,8 Prozent (nominal 0,3 Prozent) mehr als im Vormonat verkauften. Der produktionsnahe Großhandel kann sich über eine reale Umsatzerhöhung von 8,5 Prozent freuen. Doch der Aufschwung der deutschen Volkswirtschaft scheitert am Rückgang des Umsatzes mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern real um fast drei Prozent. Mit Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren wurden sogar fünf Prozent weniger Umsatz gemacht.

Nicht zuletzt läge das auch am Reformstau, so Börner: „Der Konsum bleibt Achillesferse der Entwicklung. Anhaltende Angst vor einem Arbeitsplatzverlust und berechtigte Zweifel an der Wirksamkeit der jüngsten Reformen werden den privaten Konsum auch weiter bremsen. Hinzu kommt die Sorge vor weiteren Abgabenerhöhungen wie bei der Pflegeversicherung. Unter dem Strich war die Nettoentlastung der Steuerreform zu gering, um den privaten Verbrauch anzukurbeln." Die Reformen müssten weitergehen, ansonsten würde der Konjunkturaufschwung weiterhin aufgehalten werden.

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