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06.01.2014

16:22 Uhr

IMK-Forscher

Experten erwarten schwache Konjunkturbelebung

Das gewerkschaftsnahe Institut IMK sieht keinen großen Aufschwung in Deutschland kommen. Die IMK-Prognose liegt deutlich unter der Vorhersage anderer großer Institute – es liege in Europa noch zu vieles im Argen.

Containerschiffe im Hamburger Hafen: Wegen der Schwäche der europäischen Handelspartner wird die deutsche Wirtschaft laut der IMK-Prognose weniger stark wachsen als von anderen Instituten angegeben. dpa

Containerschiffe im Hamburger Hafen: Wegen der Schwäche der europäischen Handelspartner wird die deutsche Wirtschaft laut der IMK-Prognose weniger stark wachsen als von anderen Instituten angegeben.

BerlinDas Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) erwartet 2014 nur eine schwache Belebung der Konjunktur in Deutschland. Grund dafür sei die Schwäche vieler europäischer Handelspartner, sagte IMK-Direktor Gustav Horn am Montag in Berlin. Das Institut in der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung rechnet in diesem Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent. Die Prognose liegt damit unter der Vorhersage anderer großer Institute, die einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 bis 1,9 Prozent erwarten.

Weil die „überharte Sparpolitik“ derzeit etwas gelockert werde, finde der Euroraum insgesamt 2014 aus der mehrjährigen Rezession heraus. „Aber das reicht längst noch nicht, um die Krise abhaken zu können. Die hohe Arbeitslosigkeit in vielen Ländern lastet weiter massiv auf Europa“, sagte Horn.

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Es sei illusorisch zu glauben, dass die schwachen Länder allein mit Exporten ins außereuropäische Ausland die Krise überwinden könnten. Vielmehr sei es nötig, in Ländern mit Außenhandelsüberschüssen die Nachfrage zu stärken. „Auf diese Weise würde nicht nur die Konjunktur im jeweiligen Land unterstützt, sondern auch den Krisenländern bessere Chancen im innereuropäischen Handel eröffnet“, argumentierte der IMK-Chef.

Deutschland leide weiterhin unter einer Investitionsschwäche. Die Mehrausgaben von 23 Milliarden Euro bis 2017 für Infrastruktur, Bildung und Forschung seien viel zu gering, um einen nennenswerten Effekt zu erzielen. Die große Koalition bleibe bei diesem zentralen Problem eine Lösung schuldig.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Seismograph

06.01.2014, 16:56 Uhr

Wie kommt die dpa dazu sowas zu veröffentlichen? Das entspricht doch gar nicht der politischen Korrektness. [...]

Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

Account gelöscht!

06.01.2014, 17:13 Uhr

...ich vergaß im Artikel zu erwähnen, dass der ganze Exportschwachsinn nichts taugt. Unsere Leistungsbilanzüberschüsse bezahlen wir aus eigener Tasche via Kapitalexporte, d.h. wir verschenken unsere tollen Produkte an Pleiteländer. Aber immerhin mit Wachstum > 1%.

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