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02.07.2014

11:49 Uhr

IMK-Institut

Forscher prophezeien anziehende Einkommen

Dem IMK zufolge stabilisiert sich das Wachstum in Deutschland. Allein in diesem Jahr wird die Konjunktur um 1,8 Prozent anziehen. Auch die Arbeitnehmer profitieren davon: Sie werden demnächst deutlich mehr verdienen.

Arbeitnehmer werden bald mehr Geld in der Tasche haben. Die Einkommen werden um 1,6 Prozent steigen. dpa

Arbeitnehmer werden bald mehr Geld in der Tasche haben. Die Einkommen werden um 1,6 Prozent steigen.

Berlin Die Deutschen kurbeln nach Ansicht des IMK-Instituts dank höherer Einkommen und mehr Konsum das Wirtschaftswachstum kräftig an. „Anders als im vergangenen Jahrzehnt hängt der Aufschwung nicht mehr am Außenhandel, sondern er wird wesentlich von der Inlandsnachfrage getragen“, teilten die gewerkschaftsnahen Forscher am Mittwoch mit. Etwa die Hälfte des Wachstums steuerten die Verbraucher mit ihren Ausgaben bei. Sie dürften 2014 rund 1,6 Prozent mehr konsumieren und 2015 sogar 2,4 Prozent mehr. Zugleich erwarten die Experten, dass die real verfügbaren Einkommen – also abzüglich der Inflation – in diesem Jahr um 1,6 Prozent steigen und im nächsten um 2,4 Prozent.

Insgesamt geht das IMK davon aus, dass die Konjunktur in diesem Jahr um 1,8 Prozent anzieht und sich das Wachstum 2015 noch einmal auf 2,3 Prozent beschleunigt. „Nach langer Durststrecke investieren die Unternehmen wieder kräftig.“ Die Firmen dürften für Maschinen und Anlagen 2014 knapp acht Prozent mehr ausgeben und 2015 fast zehn Prozent mehr. In der Folge dürfte die Zahl der Erwerbstätigen um 300.000 und im nächsten Jahr um weitere 240.000 steigen. Zugleich werde die Zahl der Arbeitslosen bis auf gut 2,8 Millionen im Jahresschnitt 2015 sinken.

Umsatz des Einzelhandels in Deutschland im Internet insgesamt und im Weihnachtsgeschäft in den Jahren 2003 bis 2013

2003

Umsatz insgesamt: 11 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 2,8 Milliarden Euro

2004

Umsatz insgesamt: 13 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 3,3 Milliarden Euro

2005

Umsatz insgesamt: 14,5 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 3,6 Milliarden Euro

2006

Umsatz insgesamt: 16,3 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 4,1 Milliarden Euro

2007

Umsatz insgesamt: 18,3 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 4,6 Milliarden Euro

2008

Umsatz insgesamt: 20 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 5 Milliarden Euro

2009

Umsatz insgesamt: 21,9 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 5,5 Milliarden Euro

2010

Umsatz insgesamt: 23,7 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 5,9 Milliarden Euro

2011

Umsatz insgesamt: 26,1 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 6,5 Milliarden Euro

2012

Umsatz insgesamt: 29,5 Milliarden Euro

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 7,4 Milliarden Euro

2013

Umsatz insgesamt: 33,1 Milliarden Euro*

Umsatz Weihnachtsgeschäft: 8,5 Milliarden Euro*

* Prognose

Quelle: Statista.de

Das IMK warnt aber auch vor Risiken: „Sollten sich die europäischen Krisenländer wirtschaftlich nicht erholen, droht ein Vertrauensverlust mit erheblichen Auswirkungen auf das Investitionsverhalten der Unternehmen.“ Eine weitere Gefahrenquelle seien nach wie vor Tendenzen eines Preisverfalls auf breiter Front (Deflation) im Euroraum.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Frau Helga Trauen

02.07.2014, 12:18 Uhr

Schreiben Sie doch dazu, dass die Mitteilung vom Hornochsen stammt. Da kann ich mir das Lesen direkt klemmen.

Herr Markus Bullowski

02.07.2014, 14:00 Uhr

Na sicher doch. Einkommen steigt, Preise steigen, am Ende ist doch wieder alles ungefähr beim alten und die Schuldenstaaten freuen sich.

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