Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

15.10.2014

08:00 Uhr

Inflation bleibt niedrig

Heizen immer billiger, Käse teurer

Die Verbraucherpreise stiegen im September erneut nur um 0,8 Prozent. Heizöl und Sprit wurden deutlich günstiger. Teurer wurden Lebensmittel – teilweise gab es erhebliche Preisaufschläge.

Die Inflationsrate bleibt niedrig: Besonders leichtes Heizöl kostete im September weniger. obs

Die Inflationsrate bleibt niedrig: Besonders leichtes Heizöl kostete im September weniger.

BerlinBilligeres Öl hält die Inflationsrate in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit viereinhalb Jahren. Die Verbraucherpreise stiegen im September um 0,8 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Teuerungsrate verharrte damit den dritten Monat in Folge auf diesem Niveau. Noch niedriger lag sie zuletzt im Februar 2010, als die Wirtschaft mit den Nachwehen der weltweiten Finanzkrise zu kämpfen hatte.

„Wie in den Vormonaten dämpfte insbesondere der Preisrückgang der Mineralölprodukte die Teuerung“, erklärten die Statistiker. Leichtes Heizöl kostete 7,9 Prozent weniger als im September 2013, Kraftstoffe verbilligten sich um 4,1 Prozent. Grund sind weltweit fallende Ölpreise wegen der schwachen globalen Konjunktur.

Strom verteuerte sich dagegen um 1,8 Prozent. Lebensmittel kosteten durchschnittlich 0,9 Prozent mehr. Deutlich mehr verlangt wurde für viele Molkereiprodukte: Schnittkäse verteuerte sich um 14,1 Prozent, Quark um 13,9 Prozent und Sahne um 7,4 Prozent. Auch für Süßwaren und Fisch mussten Verbraucher tiefer in die Taschen greifen. Erheblich günstiger war hingegen Butter, die sich um 13,6 Prozent verbilligte. Weniger mussten Verbraucher auch für Gemüse (1,5 Prozent) und Obst (1,9) bezahlen.

Konjunktur wächst schwächer: Gabriel zementiert die Schwarze Null

Konjunktur wächst schwächer

Gabriel zementiert die Schwarze Null

Das Wachstum bricht ein, mehr investiert wird aber nicht: Vor der Presse bezeichnet Wirtschaftsminister Gabriel seine jüngsten düsteren Konjunkturdaten nur als „Wachstumsdelle“ – und hält am ausgeglichenen Haushalt fest.

Der Europäischen Zentralbank (EZB) bereitet die anhaltend niedrige Inflation in Deutschland und der gesamten Euro-Zone Kopfschmerzen. Sie spricht nur bei Werten knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Um einen für die Wirtschaft schädlichen Preisverfall auf breiter Front in der Euro-Zone zu verhindern, hat sie ihren Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt. Außerdem pumpt sie Milliarden an billigem Geld in die Wirtschaft.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass die Inflation niedrig bleiben wird. Für dieses Jahr erwartet sie eine durchschnittliche Teuerungsrate von 1,1 Prozent. 2015 soll sie auf 1,6 Prozent steigen. „Die deutlichen Einkommenssteigerungen führen in Verbindung mit einer moderaten Preisniveauentwicklung zu einer steigenden realen Kaufkraft“, sagt die Regierung in ihrer neuen Prognose voraus.

Von

rtr

Kommentare (7)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Peter Spiegel

15.10.2014, 09:13 Uhr

Deutlich mehr verlangt wurde für viele Molkereiprodukte: Schnittkäse verteuerte sich um 14,1 Prozent, Quark um 13,9 Prozent und Sahne um 7,4 Prozent.-----
Erheblich günstiger war hingegen Butter, die sich um 13,6 Prozent verbilligte.-----
Verseh ich nicht, woher kommt die Butter??

Herr Thomas Ungläubig

15.10.2014, 09:31 Uhr

Was der Mensch zum Leben braucht…Heizöl und Sprit ;–))

Herr Manfred Zimmer

15.10.2014, 09:55 Uhr

Ich erinnere mich an Gespräche mit Berliner Politikern in 2001 bis 2003 die Ölpreise mit russischer Unterstützung unter 25 USD/Barrel festzuzurren. Es war der damalige Widerstand der Rot/Grünen-Regierung, die dies verhinderte.

Recherchieren Sie einmal nach den Nebentätigkeiten und Nebeneinnahmen von Gerhard Schröder, Joshka Fischer und Rezzo Schlauch. Dann erfahren Sie mehr zum Thema.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×